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Sixtinische Kapelle

Sixtinische Kapelle

Die Sixtinische Kapelle im Vatikan wurde zwischen 1475 und 1483 unter dem Papst Sixtus IV. erbaut und am 15. August 1483 eingeweiht. Die Pläne für die Kapelle wurden von Baccio Pontelli erstellt. Der Grundriss versucht den Dimensionen des Tempels Salomon zu entsprechen. Tempels Salomon Tempels Salomon Tempels Salomon Besondere Berühmtheit hat die Kapelle durch ihre Ausschmückung mit Fresken erlangt: Die Wandgemälde zeigen Szenen aus dem Leben von Jesus und Moses und wurden von verschiedenen Malern der Renaissance geschaffen: Sandro Botticelli, Pietro Perugino oder Luca Signorelli. Das Decken- und Altargemälde wurde von Michelangelo Buonarroti zwischen 1508 bis 1512 und 1535 bis 1541 gemalt. Das Deckengemälde zeigt Szenen aus der Genesis auf insgesamt 520 m². Es enthält 115 überlebensgroße Charaktere. Insbesondere der Ausschnitt „Die Erschaffung Adams“ ist ein weltberühmtes und oft reproduziertes Werk. Es zeigt, wie Gottvater mit ausgestrecktem Finger Adam das Leben einhaucht. Das Altargemälde stellt das Jüngste Gericht auf über 200 m² dar. Das Gemälde enthält ca. 390 Figuren, viele davon überlebensgroß. Es wird angenommen, dass Michelangelo sämtliche Arbeiten an den Fresken ohne die Mithilfe von anderen Künstlern und Assistenten ausgeführt hat (was für die damalige Zeit eher unüblich war). Kunsthistoriker gingen ursprünglich davon aus, dass Michelangelo mit sehr gedämpften Farben gemalt hat. Die letzte ausgiebige Restaurierung (1980–1994), die unter anderem alte Rußspuren entfernte und im Laufe von Jahrhunderten nachgedunkelte Flächen aufhellte, ließ aber geradezu leuchtende Farben zum Vorschein kommen. Außerdem wurden bei der Restaurierung auch Schäden von früheren Restaurierungen behoben und Übermalungen von als unsittlich empfundenen Ausschnitten wieder in den Urzustand zurückversetzt. Diese Übermalungen wurden nach dem Tod von Michelangelo aufgrund des Erlasses („Pictura in Cappella Ap.ca coopriantur“) angebracht um die Darstellung von Geschlechtsteilen zu verhindern. Die Fresken des Michelangelo für die Sixtinische Kapelle werden mitunter als die bedeutendsten Werke des Künstlers und der ganzen damaligen Kunstepoche bezeichnet. Die Kapelle ist heute Teil der Vatikanischen Museen und kann auch besichtigt werden. Während eines Konklaves, der Papstwahl, wird sie von den Kardinälen genutzt. Sixtinische Kapelle wird auch der Chor genannt, der bei päpstlichen liturgischen Feiern die musikalische Gestaltung übernimmt. Siehe auch: Portal:Rom, Themenliste Rom

Literatur


- Ernst Steinmann: Die Sixtinische Kapelle. 2 Bände. München 1905.
- Charles de Tolnay: Michelangelo, Band II: The Sistine Ceiling. Princeton 1945, 3. Aufl. 1969.
- Charles de Tolnay: Michelangelo, Band V: The Final Period. Princeton 1960, 2. Aufl. 1971.
- André Chastel: Die Sixtinische Kapelle, Zürich 1986.
- Pierluigi DeVecchi, Gianluigi Colalucci: Die Sixtinische Kapelle. Das Meisterwerk Michelangelos erstrahlt in neuem Glanz. Orbis 2001.

Weblinks


- http://mv.vatican.va/6_DE/pages/CSN/CSN_Main.html
- http://www.romaculta.it/det/sistina_jgericht.html Kategorie:Kirchengebäude in Italien Kategorie:Vatikan Rom Sixtinische Kapelle ja:システィーナ礼拝堂

Vatikanstadt

Der Staat Vatikanstadt (amtliche Langform in Deutschland und Schweiz) oder Staat der Vatikanstadt (amtliche Langform in Österreich) ist der kleinste eigenständige Staat der Welt. Er liegt innerhalb des Stadtgebiets von Rom (Italien) und hat eine Fläche von 0,45 km² und 805 Einwohner (davon 552 Staatsbürger). Zur Vatikanstadt gehören der Petersdom, der Petersplatz, sowie die Paläste und Gärten innerhalb der vatikanischen Mauern. Der Staat der Vatikanstadt ist eine absolute Wahlmonarchie, Staatsoberhaupt ist der Papst. Der Heilige Stuhl als nichtstaatliches, eigenständiges, vom Staat der Vatikanstadt zu unterscheidendes Völkerrechtssubjekt vertritt den Staat auf internationaler Ebene.

Geographie

Hauptartikel: Territorium der Vatikanstadt Auf dem Territorium der Vatikanstadt befinden sich unter anderem:
- der Petersdom
- die Sixtinische Kapelle
- die Vatikanischen Museen (die Vatikanischen Sammlungen)
- die Vatikanische Bibliothek
- das Vatikanische Geheimarchiv
- die Vatikanische Pinakothek
- der Vatikanische Bahnhof, der den Vatikan mit Waren versorgt
- die Vatikanischen Gärten
- die Leoninischen Mauern
- der Päpstliche Palast
- das Gouvernatoratsgebäude Daneben sind folgende Gebäude und Grundstücke im exterritorialen Besitz des Heiligen Stuhls (jedoch nicht Teil vatikanischen Staatsgebietes):
- Castel Gandolfo
- Santa Maria Maggiore
- Kirche San Giovanni in Laterano
- Kirche San Paolo fuori le Mura
- Palazzo Courtial
- Palazzo di Propaganda Fide
- Palazzo di San Callisto
- Palazzo del Vicariato
- Palazzo della Cancelleria
- Sitz der Kongregation für die orientalischen Kirchen
- Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre

Bevölkerung

Von den etwa 800 Menschen, die im Vatikan leben, haben ungefähr 550 die vatikanische Staatsbürgerschaft (darunter sind ca. 100 Schweizergardisten - Staatsbürger auf Zeit - und etwa 50 weitere Laien). Die vatikanische Staatsbürgerschaft wird immer nur zeitweise und an eine Funktion gebunden verliehen. Sie ersetzt nie die „natürliche” Staatsbürgerschaft. Sie wird den hohen Mitgliedern der Kurie, den Angehörigen der Schweizer Garde sowie allen im Vatikan oder in Rom lebenden Kardinälen zuerkannt, darüber hinaus denjenigen, die mit Sondererlaubnis des Papstes auf Dauer in der Vatikanstadt wohnen. Gut 40 Prozent der Staatsbürger halten sich allerdings nicht im Vatikanstaat oder in der Stadt Rom auf. Bei ihnen handelt es sich um die päpstlichen Gesandten und Nuntien, die für die Dauer ihres Amtes ebenfalls vatikanische Staatsbürger sind. Im Vatikan lebt der Papst mit seinen Kardinälen, Prälaten und den Schweizer Gardisten. Von den 3.000 Angestellten lebt praktisch niemand im Vatikan selbst. Die meisten Angestellten sind die Regierungsmitglieder, Zeremonienmeister, Verkäufer, Restauratoren, Köche, Büroarbeiter, Drucker, Angestellte der staatseigenen Bank (Vatikanbank) oder Reinigungspersonal. Die Angestellten sind grob in fünf Gruppen zu unterteilen:
- Hauspersonal: Köche, Reinigungskräfte, Kammerdiener etc.
- Geistlichkeit: Priester, die auch einen Großteil der Verwaltungs- und kunsthistorischen Aufgaben übernehmen.
- Sicherheit: Päpstliche Schweizergarde, Gendarmeria und Aufsichtspersonal für Kirchen und Museen.
- Rundfunk und Presse: Herausgeber des L'Osservatore Romano sowie von Radio Vaticano.
- Lehrpersonal für die dem Vatikan angeschlossenen Universitäten und Lehrstühle.

Geschichte

Der Amtssitz der Päpste war bis ins 14. Jahrhundert nicht der Vatikan, sondern der Lateranpalast. "Vatikan" bezeichnete zunächst einen am rechten Tiberufer gelegenen Hügel Roms (mons vaticanus). Dort befand sich in der Antike der Zirkus des Kaisers Nero, in dem Martyrien und Hinrichtungen zahlreicher Christen und Juden stattgefunden haben sollen. Nördlich des Zirkus befand sich ein kleiner Friedhof, auf dem angeblich der Apostel Petrus begraben wurde. Schon wenig später baute man dort eine erste Kirche, und im 4. Jahrhundert ließ Kaiser Konstantin an ihrer Stelle eine große Grabeskirche errichten - St. Peter. Der Vatikan wurde damit zum zentralen Wallfahrtsort der Petrusverehrung. In den folgenden Jahrhunderten entstanden weitere Gebäude auf dem Hügel, vor allem so genannte scholae, die Wallfahrern verschiedener Nationalitäten Unterkünfte, Kapellen und Friedhöfe boten, aber auch über Wehranlagen verfügten. Unter Leo IV. wurden in der Mitte des 9. Jahrhunderts größere Befestigungen um den gesamten Wallfahrtsort errichtet (Leostadt). Mit dem Zerfall des römischen Reiches beanspruchten die Päpste unter Berufung auf die so genannte, im 15. Jahrhundert als Fälschung enttarnte, konstantinische Schenkung die weltliche Herrschaft über das Territorium um Rom, welches somit zur Keimzelle des künftigen Kirchenstaats wurde. 751 wurde ihnen dieser Staat durch die Pippinische Schenkung endgültig garantiert. Die Päpste residierten jedoch nicht im Vatikan, sondern im Lateranpalast, und die Kathedrale des Papstes als Bischof von Rom blieb bis heute die Lateranbasilika. Der Vatikanische Hügel wurde erst am Ende des 14. Jahrhunderts mit dem Ende des Schismas und der Rückkehr der Päpste aus Avignon (1377) zum päpstlichen Regierungssitz, Standort der römischen Kurie und damit zum Zentrum des Kirchenstaats sowie der katholischen Kirche insgesamt. Nach dem Schisma sollte die neu gewonnene Einheit der Kirche durch große Bauprojekte verdeutlicht werden. Der vor den Toren Roms befindliche Vatikan bot dafür neben der Nähe zu den vermuteten Gebeinen Petrus' auch ausreichend unbebauten Raum. Vor allem Nikolaus V. entwarf Mitte des 15. Jahrhunderts gewaltige Baupläne, die aber unter ihm und seinen Nachfolgern nur zum Teil umgesetzt wurden. Teils planvoll, teils aus pragmatischen Gründen entstanden in den folgenden Jahrhunderten Kirchen, Kapellen, Verwaltungsgebäude, Wehranlagen, Unterkünfte und andere Bauwerke auf dem Vatikanischen Hügel. 1506 begannen die Bauarbeiten am Petersdom. 1589 gab Sixtus V. den Bau des Apostolischen Palastes in Auftrag, der noch heute die Wohnung des Papstes und wichtige Verwaltungsorgane enthält. 1626 wurde der Petersdom eingeweiht, der Endausbau dauerte aber bis 1650. Kurz darauf erhielt auch der Petersplatz seine heutige Form. Parallel zum Ausbau des Vatikans weitete sich auch das Territorium des Kirchenstaats aus. Bis ins 19. Jahrhundert erstreckte er sich über das heutige Mittelitalien, allerdings wurde 1798 im Zuge der französischen Revolution das Gebiet zur Republik erklärt, 1808 wurden die Territorien dem Königreich Italien einverleibt. Der Wiener Kongress stellte den Kirchenstaat jedoch wieder her. Im Zuge der italienischen Einigung wurde der Kirchenstaat durch König Viktor Emanuel II. im Jahre 1870 besetzt. Der Status der Vatikanstadt war zunächst ungeklärt, jedoch blieb in ihr de facto die Herrschaft der katholischen Kirche bestehen, so dass sich ab 1870 die kirchlichen Verwaltungsorgane aus dem restlichen Kirchenstaat in der Vatikanstadt konzentrierten. In dieser Zeit entwickelte sich die bauliche und institutionelle Abschottung vom Rest Roms. Erst durch die Lateranverträge von 1929 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem faschistischen Königreich Italien unter Benito Mussolini wurde der Kirchenstaat wieder als souveräner Staat festgeschrieben. Danach umfasst er aber nur noch das von einer Mauer begrenzte Gelände um den Petersdom.

Politik

Der Staat der Vatikanstadt steht unter der Autorität des Heiligen Stuhls (nach internationalem Recht ein weiteres souveränes, jedoch nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt), Staatsoberhaupt ist der Papst. Bestimmte Besitzungen des Heiligen Stuhls in und um Rom haben gemäß den Lateranverträgen exterritorialen Status, ohne aber Teil vatikanischen Territoriums zu sein. Für die Sicherheit des Staates sind die Schweizer Garde und der vatikanische Gendarmeriekorps zuständig. Der Papst besitzt als Staatsoberhaupt die Fülle der gesetzgebenden, ausführenden und richterlichen Gewalt (Art. 1, Abs. 1 des Grundgesetzes des Vatikanstaates [http://www.vatican.va/vatican_city_state/legislation/documents/scv_doc_20001126_legge-fondamentale-scv_ge.html]). Seit 1984 ist der Kardinalstaatssekretär mit der ständigen Vertretung des Papstes in der weltlichen Leitung des Vatikanstaats beauftragt. Die Regierung liegt jedoch de facto in den Händen einer aus sieben Kurienkardinälen bestehenden päpstlichen Kommission. Sie wird vom Papst jeweils für fünf Jahre ernannt und ist hauptsächlich für die Festlegung der Finanz- und Haushaltspolitik der Vatikanstadt zuständig, sofern sich der Papst eine Entscheidung nicht selbst oder besonderen Regierungsmitgliedern vorbehalten will. Den Präsidenten der Kommission (z. Zt. Edmund Casimir Kardinal Szoka) kann man als eine Art Regierungschef ansehen. Der Kommission ist der Generalsekretär mit dem Governatorato, zuständig für die zentrale Verwaltung, unterstellt. Während der Sedisvakanz, also der Zeitspanne zwischen dem Tod des Papstes und der Wahl seines Nachfolgers, verfügt das Kardinalskollegium über alle Befugnisse des Papstes, wobei natürlich die vordringliche Aufgabe die Ausrichtung der Papstwahl, die im so genannten Konklave stattfindet, zu sehen ist. Dieses muss spätestens 20 Tage nach dem Tod des Papstes beginnen. Gesetzliche Bestimmungen, die vom Kardinalskollegium während der Sedisvakanz erlassen wurden, sind nur in dringlichen Fällen zulässig, in ihrer Wirksamkeit auf die Dauer der Sedisvakanz begrenzt, es sei denn, dass sie durch den neu gewählten Papst nach den Vorschriften des kanonischen Rechts bestätigt werden. Die Judikative besteht aus einem Gericht erster Instanz, einem Appellations- und einem Kassationshof. Urteile werden im Namen des Papstes gefällt. Dieser hat nach dem Staatsgrundgesetz das Recht in jedweder Straf- oder Zivilsache und in jedweder Phase allumfassend einzugreifen. Er kann beispielsweise die Entscheidungsbefugnis in einem Prozess einer speziellen Instanz oder auch sich selbst übertragen. Rechtsmittel sind in solchen Fällen nicht mehr zulässig. Der Staat der Vatikanstadt nimmt in der Regel keine diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten auf, sondern überlässt dies dem Heiligen Stuhl. Er ist somit auch kein Mitglied der Vereinten Nationen (während der Heilige Stuhl permanenten Beobachterstatus genießt). Vereinten Nationens]]

Wirtschaft

Als souveräner Staat wickelt der Vatikanstaat seine Finanzgeschäfte eigenständig ab. Vereinten Nationen Anfang der 1990er Jahre haben neben der Offenlegung der Staatsfinanzen auch spürbare Bemühungen eingesetzt, die über zweitausend Jahre gewachsene Organisationsstruktur zu vereinfachen. Die Verwaltung der vatikanischen Vermögenswerte stützt sich nun auf vier Säulen:
- Der Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten steht der "Finanzminister" der Weltkirche vor (Kardinal Sergio Sebastiani)
- Als Gouverneur des Stadtstaates Vatikan ist Kardinal Edmund Szoka für Einnahmen und Ausgaben auf dem Territorium zuständig.
- Die Vermögensverwaltung des Heiligen Stuhles (Apsa) leitet Kardinal Attilio Nicora. Über die Apsa werden die Gehälter gezahlt und auch über anfallende Investitionen entschieden.
- Das Institut für Religiöse Werke (IOR), besser bekannt als Vatikanbank, wurde 1942 von Papst Pius XII. gegründet. Die Bank wird von einem weltlichen Manager, dem Bankier Angelo Caloia, geführt und von einer Kardinalskommission kontrolliert. Eigentümer dieser Einrichtung ist der Papst, der auch Anspruch auf ihre Gewinne hat. Zu den Haupteinnahmequellen des Vatikanstaats gehören die Geschäfte innerhalb des Vatikans. Die Umsätze des Supermarktes, ebenso wie die Einnahmen der Vatikantankstelle, der Apotheke und des Bekleidungsgeschäftes fließen in die Staatskasse. Weitere Haupteinnahmen werden von Souvenirständen und durch freiwillige Spenden erzielt. Jährlich werden im Schnitt etwa 85 Millionen Euro an den Vatikan gespendet. Andere Einnahmequellen sind der Verkauf von vatikanischen Euromünzen und Sonderprägungen sowie Briefmarken an Sammler. Die Vermietung von rund 2.400 Häusern außerhalb des Vatikans, garantieren ein regelmäßiges Einkommen. Zudem besitzt der Vatikan Gold, das er in New York lagert, gut 850 Immobilien im geschätzten Wert von 1,5 Milliarden Euro sowie (unbezahlbare) Kunstschätze, von denen der frühere Papst Johannes Paul II. sagte: "Sie sind unverkäuflich, sie gehören allen Menschen". Von der Staatsbilanz des Vatikans sind die Einnahmen aus Kirchensteuern sowie bestimmte Aufwendungen ausdrücklich ausgeschlossen. Diese fließen direkt den Diözesen und Ordensgemeinschaften in aller Welt zu, die jedoch die Arbeit des Papstes, der vatikanischen Kongregationen, Räte und und Kirchengerichte mit Millionenbeträgen unterstützen. Nach Angaben verschiedener Bistümer in Deutschland verstehe sich die katholische Kirche ausdrücklich als Weltkirche und da der Vatikan wichtige übergeordnete Aufgaben wahrnehme, tragen über den Verband der Diözesen Deutschlands demzufolge alle deutschen Bistümer pro Jahr einen Anteil für die Aufgaben der Weltkirche bei. Siehe auch: Finanz- und Vermögensentwicklung der Vatikanstadt

Besonderheiten

In der Vatikanstadt und den exterritorialen Gebieten gibt es einige Telefonzellen. Es gibt auch vatikanische Telefonkarten, die nur dort, nicht jedoch in italienischen Fernsprechhäuschen funktionieren. Fast alle Käufer der Telefonkarten nutzen sie als Sammelobjekte, denn nur wenige Personen haben Zutritt zu den Orten, an denen die vatikanischen Kartentelefone installiert sind (z. B. Vatikanische Bibliothek). Somit ist der Verkauf der Telefonkarten zu einer lukrativen Einnahmequelle für den Staatshaushalt geworden.

Weblinks


- [http://www.heiligenlexikon.de/index.htm?Glossar/Vatikan.html Artikel zum Vatikan aus dem "Ökumenischen Heiligenlexikon"]
- [http://www.vatican.va/phome_ge.htm deutschsprachige Seiten des Heiligen Stuhls]
- [http://www.vatican.va/vatican_city_state/legislation/documents/scv_doc_20001126_legge-fondamentale-scv_ge.html Grundgesetz des Vatikanstaates]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=185 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- [http://www.hot-maps.de/europe/italy/vatican/homede.html Stadtplan Vatikanstadt]
- [http://www.vaticanoweb.com Vaticano Web]
Kategorie:Weltkulturerbe Kategorie:Staat Kategorie:Monarchie Kategorie:Hauptstadt in Europa !Vatikanstaat als:Vatikan ja:バチカン ko:바티칸 시국 ms:Kota Vatican simple:Vatican City th:นครรัฐวาติกัน zh-min-nan:Vaticano

1475

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 29. August: Vertrag von Picquigny zwischen England und Frankreich
- 14. November: Georg der Reiche, der spätere Herzog von Bayern-Landshut, nimmt Jadwiga, Tochter des polnischen Königs Kasimir IV. zur Frau. Das Hochzeitsfest in Landshut dauert 8 Tage, es werden 323 Ochsen, 1.758 Schafe, 1.537 Lämmer, 490 Kälber und 40.000 Hühner verspeist
- Karl der Kühne von Burgund bricht die Belagerung von Neuss ab und vereinnahmt Lothringen

Geboren


- 25. Februar: Edward, Earl of Warwick, Neffe der beiden letzten englischen Könige aus dem Haus York († 1499)
- 6. März: Michelangelo: italienischer Maler, Bildhauer, Architekt und Dichter († 1564)
- 29. Juni: Beatrice d'Este, Fürstin von Mailand († 1497)
- 6. September: Sebastiano Serlio, Architekt und Architekturtheoretiker
- 13. September: Cesare Borgia: italienischer Renaissenceherrscher († 1507)
- 20. Oktober: Giovanni Ruccellai, italienischer Dichter († 1525)
- 11. Dezember: Giovanni de Medici, Papst von 1513 bis 1521 († 1521)
- 24. Dezember: Thomas Murner, deutscher Schriftsteller und Theologe († 1537)
- Diego de Almagro: spanischer Konquistador († 1538)
- Vasco Núñez de Balboa: spanischer Konquistador († 1517)
- Francisco Pizarro, spanischer Eroberer
- Filippo de Lurano, Italienischer Komponist
- Philippe Verdelot, Französischer Komponist

Gestorben


- 6. Mai: Dieric Bouts, niederländischer Maler (
- 1415)
- 24. August: Albrecht von Eyb, deutscher Humanist, Jurist und Schriftsteller (
- 1420)
- 6. September: Adolf II. von Nassau, Erzbischof von Mainz (1462–1475) (
- um 1423)
- 4. November: Bartolomeo Colleoni, italienischer Condottiere (
- um 1400)
- 10. Dezember: Paolo Uccello, italienischer Maler (
- 1397) ko:1475년 simple:1475

1483

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Richard III. ermordet Eduard V. und wird König von England
- Karl VIII. wird König von Frankreich
- Angola wird von den Portugiesen entdeckt und zur Kolonie gemacht
- Christoph Kolumbus versucht Portugal zu einer Suche nach einem Seeweg nach Indien zu gewinnen. Wird von König Johann II. abgelehnt

Geboren


- 14. Februar: Babur, indischer Kaiser († 1530)
- 6. April: Raffael, (Raffaelo Santi) italienischer Maler und Baumeister († 1520)
- 19. April: Paolo Giovio, italienischer Schriftsteller († 1552)
- 16. Oktober: Gasparo Contarini, italienischer Kardinal der römisch-katholische Kirche († 1542)
- 10. November: Martin Luther, deutscher Reformator († 1546)
- 3. Dezember: Nikolaus von Amsdorf, deutscher Reformator und Theologe zur Zeit Luthers († 1565)
- William Tindale, englischer Reformator

Gestorben


- 9. April: Eduard IV., König von England (
- 1442)
- 30. August: Ludwig XI., König von Frankreich von 1461 bis 1483 (
- 1423)
- 1. Dezember: Charlotte von Savoyen, Ehefrau von König Ludwig XI. von Frankreich (
- 1441)
- 31. Dezember: Gilles Joye, Theologe, Dichter, Sänger und Komponist (
- 1425)
- Thüring von Ringoltingen, schweizer Schriftsteller (
- um 1415) ko:1483년 simple:1483

15. August

Der 15. August ist der 227. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 228. in Schaltjahren) - somit bleiben 138 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 636 - In der Schlacht am Jarmuk in Palästina unterliegt die byzantinische Armee den Arabern, die daraufhin die Herrschaft in der oströmischen Provinz übernehmen.
- 778 - Der bretonische Markgraf Hruotland kommt nach heldenhafter Verteidigung in der Nachhutschlacht von Roncesvalles ums Leben und lebt im Rolandslied fort.
- 927, 15. August zerstörten die vom Slawen Sabir geführten Sarazenen endgültig die griechisch-römische Stadt Tarentum
- 1235 - Auf dem von Friedrich II. einberufenen Reichstag in Mainz wird der Mainzer Landfriede beschlossen.
- 1936 - Eröffnung des ersten Lebensborn-Heimes in Ebersberg (Oberbayern)
- 1944 - Die Alliierten landen an der Mittelmeerküste in Südfrankreich (Operation Dragoon).
- 1945 - Kaiser Hirohito verkündet im Rundfunk Japans bedingungslose Kapitulation.
- 1945 - Korea erreicht die Unabhängigkeit von Japan.
- 1947 - Der Mountbattenplan tritt in Kraft: Die britische Kolonialherrschaft in Indien endet mit der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans.
- 1948 - Staatsgründung Südkoreas
- 1950 - Vom Staatspräsidenten Achmed Sukarno wird die Republik Indonesien ausgerufen.
- 1960 - Die Republik Kongo erlangt ihre volle Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1971 - Bahrain erhält seine Unabhängigkeit.
- 1975 - Bei einem Militärputsch wird Bangladeschs Premierminister Mujibur Rahman mitsamt seiner Familie getötet.
- 1986 - Peru wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) für kreditunwürdig erklärt.
- 1989 - Frederik Willem de Klerk wird südafrikanisches Staatsoberhaupt.
- 1990 - Protestmärsche von Indios gegen die Zerstörung des Urwalds in Bolivien.
- 1993 - In Paraguay endet die Militärdiktatur des General Andrés Rodríguez.
- 2002 - Michael Somare wird Regierungschef in Papua-Neuguinea
- 2003 - Dr. Oscar Nicanor Duarte Frutos wird Staatspräsident in Paraguay
- 2003 - Die USA verbieten die iranische Oppositionsgruppe Mudschahedin.
- 2004 - Fürst Hans Adam II. von Liechtenstein übergibt seine Regentschaft an seinen Sohn Alois.

Wirtschaft


- 1785 - In Frankreich wird das Livre formell durch den Franc ersetzt.
- 2001 - Nach über 60 Jahren nimmt Zeppelin mit dem Zeppelin NT wieder den Passagierflugbetrieb auf.

Wissenschaft und Technik


- 1914 - Der Panama-Kanal wird eröffnet.

Kultur


- 1248 - Baubeginn des Kölner Doms.
- 1843 - Eröffnung des Kopenhagener Tivoli
- 1948 - Uraufführung der Oper Le vin herbé von Frank Martin bei den Salzburger Festspielen.
- 1960 - Uraufführung der Oper Le Mystère de la Nativité von Frank Martin bei den Salzburger Festspielen.
- 1965 - Die Beatles spielen im New Yorker Shea Stadium das Livekonzert mit der höchsten Besucherzahl ihrer Karriere.
- 1969 - In Bethel im Bundesstaat New York beginnt das Woodstock-Festival.

Religion


- 1534 - In Paris legt der Freundeskreis um Ignatius von Loyola ein Gelübde ab, aus dem der Jesuitenorden hervorgehen wird.
- 1549 - Der Jesuit Francisco de Xavier y Jassu trifft auf der Insel Kyushu ein und beginnt mit der christlichen Missionierung Japans.
- 2005 - Beginn des XX. Weltjugendtags in Köln mit Papst Benedikt XVI. (bis 21. August)

Katastrophen


- 1950 - Ein Erdbeben der Stärke 8,6 im indischen Assam fordert 1.530 Menschenleben.
- 1968 - Ein Erdbeben auf Celebes fordert etwa 68.200 Tote.
- 1973 - 330 Menschen sterben bei schweren Überschwemmungen in Indien.

Sport


- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren


- 774 - Heizei, 51. Kaiser von Japan
- 1255 - Matteo I. Visconti, politischer Führer Mailands
- 1455 - Georg von Wittelsbach, Herzog von Bayern-Landshut
- 1488 - Fernando Kolumbus, spanischer Seefahrer
- 1679 - Adam Friedrich Zürner, deutscher Kartograf
- 1728 - Georg Daniel Auberlen, deutscher Schulmeister, Musiker und Komponist
- 1740 - Matthias Claudius, deutscher Dichter und Journalist
- 1768 - Christoph von Schmid, deutscher Dichter und Jugendbuchautor
- 1769 - Napoleon Bonaparte, Kaiser Napoléon I. von Frankreich
- 1776 - Christian Gottlieb Schick, deutscher Maler
- 1776 - Ignaz Xaver von Seyfried, österreichischer Komponist
- 1785 - Thomas de Quincey, englischer Schriftsteller
- 1787 - Alexander Alexandrowitsch Aljabjew, russischer Komponist
- 1794 - Elias Magnus Fries, schwedischer Botaniker
- 1799 - Wilhelm Achtermann, deutscher Bildhauer
- 1808 - Alfred von Reumont, deutscher Staatsmann und Historiker
- 1813 - Jules Grévy, französischer Staatsmann und Politiker
- 1822 - Wilhelm Rust, deutscher Komponist und Musikwissenschaftler
- 1830 - Maria Lebstück, Offizierin und Freiheitskämpferin in Ungarn
- 1845 - Walter Crane, englischer Maler
- 1857 - Albert Ballin, deutscher Reeder
- 1858 - Michael Hainisch, österreichischer Bundespräsident
- 1859 - Emma Calvé, französische Sängerin
- 1865 - Hantaro Nagaoka, japanischer Physiker
- 1867 - Anathon Aall, norwegischer Philosoph
- 1872 - Sri Aurobindo, indischer Philosoph und Guru
- 1878 - Pjotr Nikolajewitsch Wrangel, General im russischen Bürgerkrieg
- 1879 - Ethel Barrymore, US-amerikanische Schauspielerin
- 1880 - Otto Weddigen, deutscher U-Boot Kommandant
- 1881 - Elisabeth Schiemann, Botanikerin
- 1882 - Marion Bauer, US-amerikanische Komponnistin
- 1883 - Ivan Mestrovic, kroatischer Bildhauer und Professor der Bildhauerei
- 1886 - Karl Korsch, deutscher Philosoph, Marxist
- 1887 - Edna Ferber, US-amerikanische Schriftstellerin, Nobelpreisträgerin
- 1888 - Gottlieb Duttweiler, Schweizer Unternehmer und Politiker
- 1888 - Thomas E. Lawrence, britischer Archäologe (Lawrence von Arabien)
- 1888 - Albert Spalding, US-amerikanischer Violinvirtuose und Komponist
- 1890 - Jacques Ibert, französischer Komponist
- 1892 - Iwan Wassiljewitsch Boldin, Der Chef der sowjetischen Militäradministration Thüringen
- 1892 - Louis Victor de Broglie, französischer Physiker, Nobelpreisträger
- 1896 - Gerty Cori, US-amerikanische Biochemikerin, Nobelpreisträgerin
- 1900 - Jan Brzechwa, polnischer Lyriker
- 1901 - Alfred Gille, deutscher Politiker
- 1901 - Arnulfo Arias, dreimaliger Präsident Panamas
- 1901 - Hans Lorbeer, deutscher Schriftsteller
- 1905 - Manfred von Brauchitsch, deutscher Autorennfahrer
- 1909 - Hugo Winterhalter, US-amerikanischer Bandleader
- 1910 - Josef Klaus, österreichischer Politiker und Regierungschef
- 1911 - Buster Brown, US-amerikanischer Sänger
- 1912 - Wendy Hiller, britische Schauspielerin
- 1913 - Heinz Trökes, deutscher Maler und Grafiker
- 1914 - Paul Rand, bekannter US-amerikanischer Designer von Firmenlogos
- 1916 - Heinz Oestergaard, deutscher Modedesigner
- 1917 - Hans Bals, deutscher Politiker und MdB
- 1917 - Jack Lynch, irischer Politiker
- 1918 - Anton Freiherr von Aretin, deutscher Politiker
- 1919 - Maria Mucke, deutsche Sängerin und Schauspielerin
- 1920 - Konstantin Prinz von Bayern, deutscher Politiker und MdB
- 1922 - Lukas Foss, US-amerikanischer Komponist
- 1923 - Schimon Peres, israelischer Politiker und Friedensnobelpreisträger
- 1924 - Hedy Epstein, deutsche Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin
- 1924 - Selma Meerbaum-Eisinger, deutschsprachige Schriftstellerin
- 1924 - Werner Abrolat, deutscher Schauspieler
- 1925 - Leonie Ossowski, deutsche Schriftstellerin
- 1925 - Oscar Peterson, kanadischer Jazzpianist und -komponist
- 1926 - Konstantinos Stefanopoulos, griechischer Politiker und Staatspräsident
- 1927 - John Cranko, südafrikanischer Tänzer und Choreograph
- 1933 - Bill Pinkey, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Bobby Helms, US-amerikanischer Sänger
- 1933 - Floyd Ashton, US-amerikanischer Sänger
- 1934 - Nino Ferrer, französischer Sänger
- 1935 - Jürgen Werner, deutscher Fußballspieler
- 1936 - Lothar Buchmann, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 1940 - Gudrun Ensslin, deutsche Terroristin (RAF)
- 1942 - Friede Springer, deutsche Verlegerin
- 1942 - Gerhard Roth, Professor für Verhaltensphysiologie
- 1942 - Pete York, britischer Musiker
- 1944 - Gianfranco Ferré, italienischer Modedesigner und Unternehmer
- 1944 - Sylvie Vartan, französische Sängerin
- 1945 - Alain Juppé, französischer Politiker
- 1945 - Begum Khaleda Zia, bengalische Politikerin, Premierministerin von Bangladesch
- 1946 - Jimmy Webb, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1949 - Kate Taylor, US-amerikanische Sängerin
- 1950 - Anne Mountbatten-Windsor, britische Prinzessin
- 1950 - Jorma Ollila, Unternehmer
- 1950 - Thomas Aldridge, US-amerikanischer Musiker
- 1951 - Herfried Münkler, deutscher Politikwissenschaftler
- 1952 - Rudi Kargus, deutscher Fußballspieler
- 1953 - Mark Thatcher, britischer Unternehmer
- 1955 - Davy Sidjanski, US-amerikanischer Verleger
- 1955 - Roger Willemsen, Publizist, Autor, Essayist und Moderator
- 1955 - Uli Spieß, österreichischer Skirennläufer
- 1960 - Karlheinz Essl, österreichischer Komponist
- 1960 - Susanne Mischke, deutsche Schriftstellerin und Drehbuchautorin
- 1961 - Dietmar Mögenburg, deutscher Leichtathlet
- 1963 - Alejandro González Iñárritu, mexikanischer Filmregisseur
- 1967 - Brahim Boutayeb, marokkanischer Leichtathlet
- 1969 - Robertson Frizero Barros, brasilianischer Schriftsteller und Dichter.
- 1970 - Chris Byrd, US-amerikanischer Boxer
- 1972 - Ben Affleck, US-amerikanischer Schauspieler
- 1974 - Maxim Wengerow, russischer Geiger
- 1974 - Birgit Wiedel-Weidinger, deutsche Schauspielerin
- 1981 - Silvan Zurbriggen, Schweizer Skirennfahrer

Gestorben

Silvan Zurbriggen (1405-1464)]]
- 423 - Flavius Augustus Honorius, erster weströmischer Kaiser
- 778 - Hruotland, bretonischer Markgraf und Held des Rolandslieds
- 874 - Altfrid, Bischof von Hildesheim
- 952 - Suzaku, 61. Kaiser von Japan
- 1038 - Stephan I., erster König von Ungarn
- 1057 - Macbeth, König von Schottland
- 1118 - Alexios I. Komnenos, byzantinischer Kaiser von 1081 bis 1118
- 1270 - Ludwig IX. (Hessen-Darmstadt), König von Frankreich
- 1274 - Robert von Sorbon, französischer Theologe
- 1464 - Pius II., Papst seit 1458
- 1506 - Alexander Agricola, Komponist, Sänger und Instrumentalist
- 1552 - Hermann V. von Wied, Erzbischof von Köln
- 1568 - Stanislaus Kostka, polnischer Jesuit
- 1576 - Valentin Bakfark, ungarischer Komponist
- 1666 - Adam Schall von Bell, deutscher Wissenschaftler und Missionar
- 1728 - Marin Marais, französischer Gambist und Komponist
- 1758 - Pierre Bouguer, französischer Geodät und Astronom
- 1799 - Barthélemy-Catherine Joubert, französischer General
- 1819 - Cornelius Hermann von Ayrenhoff, österreichischer Offizier, Autor
- 1824 - Carl Arnold Kortum, deutscher Arzt und Schriftsteller
- 1826 - Franz Dinnendahl, Konstrukteur der ersten Dampfmaschine im Ruhrgebiet
- 1850 - Johann Werner Henschel, Bildhauer
- 1852 - Johan Gadolin, finnischer Chemiker
- 1889 - Theodor Christlieb, evangelischer Theologe
- 1907 - Joseph Joachim, österreichischer Geiger, Dirigent und Komponist
- 1911 - Albert Ladenburg, deutscher Chemiker
- 1915 - Rudolf Watzl, österreichischer Ringer
- 1918 - Heinrich Köselitz, deutscher Schriftsteller und Komponist
- 1934 - Raymond Hood, US-amerikanischer Architekt
- 1935 - Paul Signac, französischer Maler und Grafiker
- 1936 - Grazia Deledda, italienische Schriftstellerin
- 1940 - Walter Hasenclever, deutscher Schriftsteller
- 1944 - Hans Bernd von Haeften, deutscher Jurist und Widerstandskämpfer
- 1947 - Hermann Eris Busse, deutscher Schriftsteller
- 1951 - Artur Schnabel, österreichischer Pianist und Komponist
- 1952 - Jesse Thoor, deutscher Schriftsteller
- 1953 - Ludwig Prandtl, deutscher Physiker
- 1958 - Big Bill Broonzy, US-amerikanischer Blues-Sänger
- 1961 - Mario Sironi, italienischer Maler
- 1963 - Wsewolod Wjatscheslawowitsch Iwanow, russischer Schriftsteller
- 1966 - Gerhart Pohl, deutscher Schriftsteller und Lektor
- 1966 - Jan Kiepura, polnischer Tenor
- 1967 - René Magritte, belgischer Maler des Surrealismus
- 1968 - Luis Gianneo, argentinischer Komponist
- 1971 - Thomas Wayne, US-amerikanischer Sänger
- 1974 - Otto Braun, deutscher Schriftsteller
- 1975 - Mujibur Rahman, Gründer von Bangladesch
- 1982 - Hugo Theorell, schwedischer Physiologe, Nobelpreisträger
- 1984 - Norman Petty, US-amerikanischer Songschreiber
- 1985 - Hubert Ehrengut, deutscher Arzt
- 1988 - Hans Heinz Stuckenschmidt, deutscher Musikhistoriker
- 1989 - Heinrich Krone, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1990 - Wiktor Zoi, russischer Rocksänger
- 1992 - Erwin Stein, deutscher Politiker und Richter am Bundesverfassungsgericht Karlsruhe
- 1992 - Giorgio Perlasca, italienischer Faschist und Retter tausender Juden in Budapest
- 1993 - Robert Kempner, deutscher Rechtsanwalt und Ankläger in den Nürnberger Prozessen
- 1996 - Albert Osswald, Ministerpräsident des Landes Hessen
- 1996 - Liesel Christ, Frankfurter Volksschauspielerin
- 1996 - Max Thurian, Schweizer Theologe
- 2003 - Gerhard Mauz, deutscher Journalist
- 2004 - Sune Bergström, schwedischer Biochemiker und Nobelpreisträger
- 2005 - James Dougherty, erster Ehemann von Marilyn Monroe
- 2005 - Herta Ware, US-amerikanische Schauspielerin

Feier- und Gedenktage


- Nationalfeiertag Liechtensteins
- Nationalfeiertag der Republik Kongo
- Heilige Jungfrau Mariä Himmelfahrt - Feiertag in vielen (katholischen) Ländern
- Nationalfeiertag in Polen - Tag der Polnischen Armee
- Unabhängigkeitstag in Indien

Siehe auch


- 14. August - 16. August
- 15. Juli - 15. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 0815 ja:8月15日 ko:8월 15일 simple:August 15 th:15 สิงหาคม

1483

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- Richard III. ermordet Eduard V. und wird König von England
- Karl VIII. wird König von Frankreich
- Angola wird von den Portugiesen entdeckt und zur Kolonie gemacht
- Christoph Kolumbus versucht Portugal zu einer Suche nach einem Seeweg nach Indien zu gewinnen. Wird von König Johann II. abgelehnt

Geboren


- 14. Februar: Babur, indischer Kaiser († 1530)
- 6. April: Raffael, (Raffaelo Santi) italienischer Maler und Baumeister († 1520)
- 19. April: Paolo Giovio, italienischer Schriftsteller († 1552)
- 16. Oktober: Gasparo Contarini, italienischer Kardinal der römisch-katholische Kirche († 1542)
- 10. November: Martin Luther, deutscher Reformator († 1546)
- 3. Dezember: Nikolaus von Amsdorf, deutscher Reformator und Theologe zur Zeit Luthers († 1565)
- William Tindale, englischer Reformator

Gestorben


- 9. April: Eduard IV., König von England (
- 1442)
- 30. August: Ludwig XI., König von Frankreich von 1461 bis 1483 (
- 1423)
- 1. Dezember: Charlotte von Savoyen, Ehefrau von König Ludwig XI. von Frankreich (
- 1441)
- 31. Dezember: Gilles Joye, Theologe, Dichter, Sänger und Komponist (
- 1425)
- Thüring von Ringoltingen, schweizer Schriftsteller (
- um 1415) ko:1483년 simple:1483

Kapelle

Eine Kapelle ist
- ein kleiner Kirchenbau bzw. Teil eines größeren, siehe dazu Kapelle (Kirchenbau)
- im freikirchlichen Sprachgebrauch ein Gotteshaus einer traditionellen Freikirche, zum Beispiel Baptisten- oder Methodistenkapelle. Der Begriff Kapelle leitet sich hier vom englischen chapel her, dem typischen Versammlungshaus der low church-Bewegung
- im Bereich der Musik
  - ursprünglich die Musikergemeinschaft einer Schlosskapelle
  - einen Sängerchor des Mittelalters, der spezielle für ihn geschriebene A-cappella-Musik aufführt.
  - ein kleineres Musikensemble z.B. für Marsch-, Tanz-und Unterhaltungsmusik wie z. B. eine Staatskapelle oder eine Blasmusikkapelle
- im Bereich der mittelalterlichen Geschichte die Gesamtheit aller Geistlichen, die in einem persönlichen Dienstverhältnis zu ihrem Herrscher oder Papst stehen und sich meist an dessen Hof aufhalten (daher auch Hofkapelle)
- eine Gemeinde in den Niederlanden, siehe Kapelle (Zeeland)
- in der Fachsprache von Chemikern (hier von franz.: coupelle, aus lat.: cupula, kleines Gewölbe)
  - ein Tiegel aus Knochenasche zum Untersuchen von silberhaltigem Blei, in dem das Silber nach dem Schmelzen des Bleis zurückbleibt.
  - ein Raum mit Abzugsvorrichtung für schädliche Gase und Dämpfe Den Namen Kapelle tragen
- Heinz Kapelle (1913-1941) deutscher Widerstandskämpfer Ähnliche Begriffe sind
- Rote Kapelle, eine Widerstandsorganisation
- Aix-la-chapelle, die französische Bezeichnung für Aachen Kategorie:Kirchenbau ja:チャペル

Salomonischer Tempel

Israelitischer Tempel#Der salomonische Tempel

Fresko

]] ]] Freskomalerei oder Frischmalerei (it.: al fresco = ins Frische) ist eine Form der Wandmalerei, bei der die Farben in den frischen Putz aufgetragen werden, wobei sie sich unlöslich mit dem Untergrund verbinden (al fresco). Das fertige Wand- oder Deckenbild wird Fresko genannt. Umgangssprachlich werden oft alle Wandmalereien, egal ob in trockener (al secco) oder feuchter (al fresco) Malweise als Fresken bezeichnet.

Maltechnik

Bei der al fresco-Malerei werden Farbpigmente in Kalkwasser (Kalkfarben) angerührt und auf den noch frischen, also feuchten Kalkputz aufgetragen. Dabei vermengen sie sich die Kalkteilchen Bindemittel-Putz mit den Kalkteilchen Bindemittel-Kalkfarbe. Beim Abbinden (Trocknen, Festwerden) entsteht eine homogene Kalkputzschicht, mit eingearbeiteten Farbpigmenten. Die Farbe kann nicht wie bei der so genannten Seccomalerei (Wandmalerei auf die trockene Wand) abblättern. Die Technik ist aufwändiger und schwieriger, da Putz und Farbe jeweils am selben Tag aufgetragen werden müssen und es keine Möglichkeit der Korrektur gibt. Einzelne Motive des Gesamtfreskos werden jeweils an einem Tag bearbeitet, das so genannte Tagewerk (giornata). Der Putz des nächsten Tages muss ganz vorsichtig bis an den bereits eingefärbten Putz des Vortages herangebracht werden, um nicht das bestehende Werk zu zerstören. Die dadurch entstehenden Stöße zwischen den einzelnen Tagewerken sind bei Streiflicht gut zu erkennen.

Geschichte

Die erste historisch nachweisbare Freskomalerei stammt aus dem historischen Persien zur Zeit vom Kyros II.. In den historischen Gemäuern von Persepolis wird bildlich der Sieg über die babylonischen Truppen, die Eroberung Jerusalems und die Befreiung der versklavten und verschleppten Juden aus ihrer babylonischen Gefangenschaft dargestellt. Beliebt war die Freskomalerei in der Antike. Guterhaltene Beispiele finden sich in Pompeji z.B. in der Mysterienvilla und Herculaneum. Im Mittelalter wurde seit Giotto gerne mit einer Mischtechnik von fresco und secco gearbeitet. In der Renaissance und im Barock wird dann fast ausschließlich wieder „al fresco“ gearbeitet. Berühmte Beispiele sind die Sixtinische Kapelle mit dem bedeutendsten Freskenzyklus des Abendlandes von Michelangelo und diejenigen von Raffael im Vatikan. Kategorie:Technik der Malerei ja:フレスコ ko:프레스코

Moses

)]] Mose, fälschlich oft Moses genannt (Mose, hebräisch: מֹשֶׁה Moshe, griechisch: Moyses, arabisch: Musa, jiddisch: Moische) ist ein in den 5 Büchern Mose vorkommender Prophet des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs und der Anführer des israelischen Volkes auf seiner Wanderung aus der Sklaverei in Ägypten ins verheißene Land (Auszug aus Ägypten, etwa im 13. Jahrhundert v. Chr.) Diese Befreiung aus der Gefangenschaft feiern die Juden jedes Jahr mit dem Pesachfest.

Bedeutung

Mose, fälschlich oft Moses genannt, ist ein in den 5 Büchern Mose vorkommender Prophet des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs und der Anführer des israelischen Volkes auf seiner Wanderung aus der Sklaverei in Ägypten ins verheißene Land. Diese Befreiung aus der Gefangenschaft feiern die Juden jedes Jahr mit dem Pesachfest. Mose ist laut biblischer Tradition der Begründer der Mosaischen Religion, die sich zum Judentum weiterentwickelte. Er hat dem Gottesvolk der Juden das Gesetz Gottes bekannt gemacht. Im Islam gilt Mose (Musa) als bedeutender Prophet; besonders die Geschichte seiner Konfrontation mit dem Pharao und dessen Hofmagiern erscheint des Öfteren im Koran. Die Darstellung des Mose mit Hörnern in manchen älteren (west-)christlichen Kunstwerken geht auf einen Schreibfehler in der lateinischen Bibel zurück - cornuta, gehörnt, erscheint statt coronata, gekrönt. Die falsche Übersetzung muss Michelangelo dazu veranlasst haben, Mose mit zwei Hörnern darzustellen.

Lebenslauf (Fassung 1)

Geburt - Die wunderbare Errettung

Der Bibel zufolge war Mose ein Israelit aus dem Stamm der Leviten. Sein Vater war der Sklave Amram, seine Mutter die Sklavin Jochebed. Er hatte zwei ältere Geschwister, den Bruder Aaron und die Schwester Miriam. Mose wurde nach seiner Geburt in einem "Kästlein von Rohr" am Ufer des Nils ausgesetzt - denn der Pharao Ramses II hatte befohlen, alle männlichen Nachkommen der Hebräer aufgrund ihrer ihm bedrohlich erscheinenden Fruchtbarkeit umzubringen - und von einer ägyptischen Prinzessin gefunden. Zunächst bestellte sie Moses leibliche Mutter als Amme, später nahm sie ihn als ihren eigenen Sohn auf und nannte ihn Mose (ägyptisch: "der Sohn"; vgl auch ägyptische Königsnamen wie Ram(o)ses = Sohn des Ra und Tutmosis = Sohn der Weisheit). So wuchs er im Haushalt des Pharao auf.

Das Exil

Als junger Mann floh er ins Exil nach Midian, nachdem er einen ägyptischen Sklavenaufseher im Zorn erschlagen hatte, als dieser einen Israeliten misshandelte. Dort heiratete er Zippora, die Tochter des Priesters Jitro, eine kuschitische Frau. Sie gebar ihm zwei Söhne, Gerschom und Elieser.

Auszug aus Ägypten

Einige Jahre später hatte er eine Begegnung mit JHWH als er gerade die Schafe seines Schwiegervaters hütete. Er kam am Gottesberg Horeb vorbei und erlebte, wie aus einem Dornenbusch Flammen schlugen, der Busch jedoch nicht verbrannte. JHWH gab sich zu erkennen und Mose wurde von diesem nach Ägypten zurückgesandt, um das Volk Israel aus der Sklaverei zu führen. Der Pharao wollte die Menge jedoch zuerst nicht ziehen lassen, bis die von Mose prophezeiten Zehn Plagen über Ägypten gekommen waren. Hierbei war auch der Stab von Bruder Aaron von nachhaltiger Bedeutung, der sich beim Wurf auf den Boden in eine Schlange verwandelte. In der Folge zogen sie durch das auf wundersame Weise unter Beteiligung von Mose ausgetrocknete Schilfmeer während bereits kurz hinter ihnen die ihnen nacheilenden ägyptischen Truppen samt Pharao in den zurückströmenden Wassermassen ertranken.

Wüstenwanderung und die 10 Gebote

Mose wurden von JHWH auf dem Berg Sinai die 10 Gebote und die ganze Thora für sein Volk gegeben. Er führte das Volk während der Wüstenwanderzeit an, zusammen mit seinem älteren Bruder Aaron, den er zum ersten Hohepriester salbte. Hierbei kam es zu weiteren Gotteswundern, teils unter Mitwirkung von Mose, z.B. beim Freisetzen von Wasser aus einem Felsen mit einem Stock, dem Mana-Wunder, dem Wachtel-Segen sowie einer Art Heil-Segen durch das Aufrichten einer Schlange an einem Stab.

Tod und Nachfolge

Mose wurde von Jahwe wegen einer kurz zuvor begangenen Sünde verwehrt, das Land Israel selbst zu betreten; er starb kurz vor der Überquerung des Jordans auf dem Berg Nebo im Gebiet des heutigen Jordanien. Seine Nachfolge als Volksführer trat nicht einer seiner Söhne an, sondern ein Gefolgsmann und Stabsmitglied Josua aus dem Stamm Ephraim. Über das weitere Schicksal von Moses direkten Nachkommen finden sich nur zwei kurze Notizen in der Bibel: Laut dem Buch der Richter dienten einige von ihnen -- entgegen dem jüdischen Gesetz -- als Priester für den Stamm Dan, laut dem 1. Buch der Chronik verwalteten andere von ihnen in späterer Zeit die Schatzkammer des Jerusalemer Tempels.

Lebenslauf (Fassung 2)

Der Auszug (Exodus) aus Ägypten

Mose hat von JHWH den Auftrag bekommen, das Volk Israel aus Ägypten in ein Land zu führen, in dem Milch und Honig fließen. "Aber ich weiß, dass euch der König von Ägypten nicht ziehen lassen wird, es sei denn, er werde gezwungen. Darum werde ich meine Hand ausstrecken und Ägypten mit all meinen Wundertaten schlagen." (2.Mos 3:19ff) Eine wichtige Rolle spielt der Bruder Moses, Aaron, der als begnadeter Redner und auch als Wundertäter bekannt ist. Einmal schleudert er vor dem Pharao einen Stab auf den Boden, der sich durch die Macht Gottes in eine Schlange verwandelt. Dies dient dazu, den Pharao vom Auszug der Israeliten zu überzeugen. (2.Mos 6:10-12) Ein anderes Mal verwandelt er mit dem selben Stab die Gewässer Ägyptens in eine stinkende, rote Flut. Bei der furchtbarsten Plage verlieren alle Ägypter, auch der Pharao, den erstgeborenen Sohn. Durch diese Zeichen umgestimmt lässt der Pharao die Israeliten endlich ziehen. Der Karawane der Israeliten umfasste laut Bibel etwa 600.000 Personen und "viel fremdes Volk", die Kinder nicht mitgezählt. (2.Mos 12:37-38) Damit sie den Weg kennen, "zieht der Herr vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule, um ihnen den Weg zu zeigen, und des Nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten." (2.Mos 13:21) Nach anderer Lesart handelte es sich nicht um 600.000 Personen, sondern um 600 Familienverbände. Das Volk Israel ist mit seinem neuen Gott sowie auch mit Mose und seinem Bruder Aaron zunächst sehr unzufrieden. Damit es wieder zum Glauben zurückfindet, läßt Gott einige Wunder geschehen. So teilt er eine Stelle des Meeres, damit der israelische Treck durch das Meer ziehen kann, und lässt später das gewaltige Heer der ägyptischen Verfolger in den Wasserfluten untergehen. (2.Mos 14,28) Da aber nach einer Weile erneut Unzufriedenheit aufkommt, und viele daran zweifeln, es mit einem numinosen Wesen zu tun zu haben (2.Mos 15,24), lässt Gott mitten in der Wüste Manna (bekannt auch als Wüstenbrot) vom Himmel regnen. Auf dem Höhepunkt des Exodus erhält Mose von JHWH am Berg Sinai (auch Horeb genannt) die Gesetzestafel mit den zehn Geboten. Abermals wächst jedoch die Unruhe im Volk der Israeliten. Sinnenfreudige unter ihnen schmelzen allerhand Schmuck und Gold und erschaffen ein goldenes Kalb, welches ihnen als neuer göttlicher Fetisch gilt. Moses ist erbost darüber, und befielt 3000 Mann zu töten. (2.Mos 32,27ff) Später lehnen sich 250 Leviten (die die Bundeslade und die anderen heiligen Gegenstände betreuten) gegen Mose und den Herrn auf. "Feuer ging vom Herrn aus, und er verzehrte die 250 Männer." (4.Mos 16,33) Kurz vor der Ankunft im gelobten Land stellt Gott den Israeliten einen Engel als seinen Stellvertreter zur Verfügung, der die dort ansässigen Völker an einen anderen Ort bringt. Mose stirbt vor der Überquerung des Jordan, da er sich selbst einmal gegen Gott aufgelehnt hatte.

Thesen zur historischen Identität Mose

Es wird immer wieder versucht, die Person Moses mit historisch belegten Persönlichkeiten zu identifizieren. Einerseits existieren über die israelitische Geschichte in den Büchern der Thora durchaus umfangreiche Beschreibungen, andererseits finden sich auch in den Niederschriften der Ägypter auf Stein und anderen Materialien recht umfangreiche Quellen. Aus Vergleichen beider "Geschichtsschreibungen" ergeben sich dabei teils auf den ersten Blick verblüffende Entsprechungen. Die Bewertung, welche Ähnlichkeiten nun rein zufälliger Natur und welche tatsächlich Kandidaten für eine echte Entsprechung sind, ist natürlich schon aufgrund der möglichen mythologischen und religiös-symbolischen Verklärung der Erzählungen schwierig und wird wegen der tatsächlichen Verwebung jüdischer und ägyptischer Geschichte, nicht zu letzt durch die zeitweilige Besiedlung des Nil-Deltas durch die Hyksos, nicht gerade einfacher gemacht. Vorsicht ist zudem immer bei etymologischen Herleitungen und Parallelen geboten. Diese können zufällig sein. Die Forschung wird daher - nicht nur in den hier zur Debatte stehenden Bereichen - diesbezüglich immer vorsichtiger. Bei intensivem Studium der Gleichsetzungen kann man zu der Auffassung kommen, dass die Mose-Überlieferung möglicherweise eine Kondensation von mehreren, einst unabhängigen Einzelüberleiferungen der Israeliten aus ihrer Zeit in Ägypten darstellt. Konkret heisst dies, dass Begebenheiten aus dem Leben von verschiedenen herausragenden Einzelpersonen in ein Gesamtkonzept eingepasst wurden. Dadurch wurden diese Schilderungen zu der Lebensgeschichte einer so gar nicht real existenten einzelnen "Über-Person" verschmolzen; zur Geschichte eines damit höchst herausragenden, aber nurmehr rein mythischen Führers.

Amun-Masesa

Unter Historikern wird diskutiert, ob Mose auf einen rebellischen Pharao in der Zeit des Neuen Reiches zurückzuführen sein könnte. Amun-Masesa heißt der ca. im Jahr 1230 v. Chr. lebende Gegen-Pharao (ein Enkel von Ramses_II.) dessen Biographie Parallelen zur Biographie Moses, die in jüdischen Legenden beschrieben wurde, aufweist. Masesa - Mose - die Namen könnten verwandt sein. Beide Persönlichkeiten sollen sich zehn Jahre lang im Lande Kusch aufgehalten haben, beide haben eine kuschitische Frau geheiratet - und beide kehren nach Ägypten zurück, um den Pharao zu bekämpfen. Es erscheint möglich, dass dieser Gegen-Pharao im Gegensatz zum regierenden Pharao noch dem monotheistischen Glauben von Echnaton folgte, was seine Rolle als Religionsstifter für verbündete hebräische Sklavenclans plausibler macht. Wenn Masesa und Mose ein und dieselbe Person sind, dann ist eine kürzlich entdeckte Inschrift Masesas zugleich ein Beleg für die Geschichte der Bibel.

Alternative Bedeutungen

Als Moses (Schiffsjunge) wird auch das jüngste Besatzungsmitglied an Bord eines Schiffes bezeichnet, von spanisch mozo = Bursche. Vielfach wird auch das kleinste Boot (das Beiboot einer Yacht) mit Moses bezeichnet. Die ehemalige Sklavin Harriet Tubman arbeitete unter dem Decknamen Moses in der Underground Railroad.

Verfilmungen

Nach Jesus von Nazaret gilt Moses als der Charakter der Bibel, dessen Leben am häufigsten verfilmt wurde. Unter anderem wurden folgende Filme produziert:
- 1956: "Die Zehn Gebote" [ Charlton Heston ]
- 1975: "Moses - Der Gesetzgeber" [ Burt Lancaster ]
- 1996: "Die Bibel - Moses" [ Ben Kingsley ]
- 1998: "Der Prinz von Ägypten" [ Val Kilmer ]
- 2000: "Am Anfang" (Episode des Films) [ Billy Campbell ]

Literatur


- Sigmund Freud: Der Mann Moses und die monotheistische Religion
- Richard Müller: Mose, der Knecht Gottes, Dillenburg, 2. Aufl. 1991, ISBN 3-921292-51-4
- Moshe Pearlman: Auf den Spuren des Moses, Gondrom-Verlag Bayreuth 1981, ISBN 3-8112-0231-6
- Israel Finkelstein - Neil Asher Silberman: Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel, München 2002, ISBN 3-406-49321-1.
- Jan Assmann: Moses der Ägypter
- Jan Assmann: Die Mosaische Unterscheidung

Weblinks


- [http://www.bautz.de/bbkl/m/mose.shtml Artikel Moses] mit Bibliographie (BBKL)
- ZDFmediathek: [http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/6/0,4070,2280774-5,00.html Moses und Amun-Masesa] (Video) Kategorie:Biblische Person altes Testament Kategorie:Bibel Kategorie:Koran Kategorie:Religionsstifter Kategorie:Judentum ja:モーセ

Renaissance

Das französische Wort Renaissance [] bedeutet Wiedergeburt. Bezogen auf seinen Ursprung meint der Begriff die „kulturelle Wiedergeburt der Antike“. Der Begriff wurde um 1820/30 von den Franzosen zunächst aus dem italienischen rinascimento [] abgeleitet und dann im deutschsprachigen Schrifttum um 1840 aus dem Französischen entlehnt, um eine kulturgeschichtliche Epoche Europas während des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit zu benennen. Die Epoche der Renaissance wird deshalb so bezeichnet, weil die Wiedergeburt der Antike eines der Ideale jener Zeit war. Diese Wiedergeburt des antiken Geistes schlug sich besonders in den Künsten und ihren neuen, als fortschrittlich empfundenen Prinzipien nieder. Der Renaissance voraus ging die kunstgeschichtliche Epoche der Gotik, der Renaissance folgte der Barock. Neben der Epoche der Renaissance, die als geistige Bewegung im 14. Jahrhundert einsetzt und sich seit dem 15. Jahrhundert im europäischen Abendland vor allem in der Kunst manifestiert, unterscheiden manche Experten auch noch die so genannten mittelalterlichen Renaissancen:
- die Karolingische Renaissance des 8. und 9. Jahrhunderts,
- die Ottonische Renaissance des 10. und 11. Jahrhunderts,
- die Protorenaissance in der Toskana und im Südfrankreich des 11. bis 13. Jahrhunderts sowie
- die süditalienischen Renaissancen unter dem Stauferkaiser Friedrich II. in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. 13. Jahrhundert Dies zeigt, dass die antike Tradition auch im Mittelalter noch wenigstens teilweise präsent gewesen und niemals ganz abgerissen ist. Allgemein wird der Begriff Renaissance auch verwendet, um die Wiedergeburt der Werte, Bauwerke usw. eines vergangenen Zeitalters oder einer Werteordnung zu bezeichnen.

Wiedergeburt des antiken Geistes

Die Epoche der Renaissance wird so bezeichnet, weil ihr wesentliches Charakteristikum die Wiedergeburt des antiken Geistes war. Der Humanismus ist die wesentliche Geistesbewegung der Zeit. Diese „Wiedergeburt“ manifestierte sich darin, dass zahlreiche Elemente des Gedankenguts der Antike neu entdeckt und belebt wurden (Schriften, Baudenkmäler, Skulpturen, Philosophen, etc.). Eine Voraussetzung für die neue Geisteshaltung der Renaissance waren die Gedanken selbstbewusster italienischer Dichter des 14. Jahrhunderts wie Francesco Petrarca, der durch seine ausgiebige Beschäftigung mit antiken Schriftstellern und durch seinen Individualismus den Glauben an den Wert humanistischer Bildung förderte und das Studium der Sprachen, der Literatur, der Geschichte und Philosophie außerhalb eines religiösen Zusammenhangs - als Selbstzweck - befürwortete. Das theozentrische Weltbild des Mittelalters wurde abgelöst durch eine stärker anthropozentrische Sicht der Dinge. Auch der Einfluss von Griechisch sprechenden Gelehrten war beachtlich. Manche kamen im 13. und 14. Jahrhundert aus Byzanz nach Italien. Besonders nach der Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 kamen verstärkt Gelehrte nach Venedig und in andere italienische Städte, die das Wissen über die Kultur der Antike mitbrachten, welches im Byzantinischen Reich nach dem Untergang Westroms nahezu 1000 Jahre lang konserviert worden war. In Byzanz waren noch im Jahre 1400 beispielsweise Homer, Herodot, Platon und Aristoteles in aller Munde. Bereits einige Jahre vor dem Untergang von Byzanz war der Italiener Giovanni Aurispa nach Konstantinopel gegangen und hatte 1423 über 200 Codizes mit Texten antiker profaner Literatur nach Italien gebracht. Im weiteren Sinne nennt man Renaissance daher die Wiedergeburt des klassischen Altertums in seinem Einfluss auf die Wissenschaft, die Literatur, die Gesellschaft, das Leben der vornehmen Kreise und die Entwicklung der Menschen zu individueller Freiheit im Gegensatz zum Ständewesen des Mittelalters. Im engeren Sinne versteht man unter der Renaissance eine kunstgeschichtliche Epoche. Die italienische Bezeichnung rinascita im Sinne eines Epochenbegriffs findet sich bereits bei Giorgio Vasari, der eine der wichtigsten Lebensbeschreibungen von Renaissance-Künstlern verfasst hat. Vasari unterscheidet in der Entwicklung der Kunst drei Zeitalter: # das glanzvolle Zeitalter der griechisch-römischen Antike; # ein Zwischenzeitalter des Verfalls, das etwa mit der Epoche des Mittelalters gleichgesetzt werden kann; # das Zeitalter des Wiederauflebens der Künste und der Wiedergeburt des antiken Geistes im Mittelalter seit etwa 1250. So hätten bereits die italienischen Bildhauer, Architekten und Maler der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, darunter Arnolfo di Cambio, Niccolò Pisano, Cimabue oder Giotto, „in dunkelsten Zeiten den Meistern, die nach ihnen kamen, den Weg gewiesen, der zur Vollkommenheit führt“.

Philosophie

Giotto Die Renaissance-Philosophie wendet sich vom scholastisch verchristlichten aristotelischen Denken ab und ist vor allem dem Platonismus verpflichtet. Sämtliche Schriften Platons wurden ins Lateinische übersetzt. Viele Denker der Renaissance hängen dem Neuplatonismus an, der durch Marsilio Ficino und Giovanni Pico della Mirandola verbreitet wird. Eine weitere große philosophische Richtung der Renaissance war der Humanismus. Vertreter des humanistischen Denkens sind unter anderen:
- Coluccio Salutati (1331-1406)
- Erasmus von Rotterdam (1466–1536)
- Niccolò Machiavelli (1469–1527)
- Thomas Morus (1478–1535)

Kunst

Thomas Morus In der Kunst waren Brunelleschi, Ghiberti und Donatello die Bahnbrecher der neuen Richtung, die schon im 13. und 14. Jahrhundert in den Pisani und in Giotto und anderen Künstlern ihre Vorläufer gehabt hatte (Protorenaissance). Grob kann man sagen: In Italien wird die Zeit etwa von 1420 bis 1600 als Renaissance bezeichnet, im übrigen Europa etwa die Zeit von 1500 bis 1600. Zur Nachahmung der antiken Kunst gesellte sich im 15. Jahrhundert die intensivere Beschäftigung mit der Natur, die einen wichtigen Aspekt in der Entwicklungsgeschichte der Renaissancekunst darstellt. Schon vor Vasari hatten Dichter wie Boccaccio den Maler Giotto dafür gerühmt, dass er die Dinge so naturgetreu wie niemand vor ihm abzubilden verstand. Die Tendenz, Gegenstände und Personen der Natur gemäß zu gestalten, war seitdem ein Hauptanliegen der Künstler. In nahezu perfekter Ausprägung gelang ihnen eine solche naturalistische Darstellungsweise allerdings erst seit dem 15. Jahrhundert. Daher beschränken Kunsthistoriker den Renaissancebegriff meist nur auf die Kunstäußerungen des 15. Jahrhunderts, des Quattrocento, und auf die des 16. Jahrhunderts, des Cinquecento. Eng mit der Forderung nach der Naturwahrheit in der Kunst hängt das Bekenntnis der Künstler zur Antike zusammen. Man bewunderte die antiken Kunstwerke als mustergültige Beispiele naturgemäßer Gestaltung und damit als nachzuahmende Beispiele dafür, wie man selbst die Natur darzustellen hatte. Der italienische Architekturtheoretiker Leon Battista Alberti forderte darüber hinaus, dass sich die Künstler darum bemühen sollten, „den antiken Meistern nicht nur gleichzukommen, sondern sie womöglich noch zu übertreffen“. Das heißt: Gute Kunst sollte das, was einem die Realität bietet, nicht getreu abbilden, sondern versuchen, das Naturvorbild zu verbessern und zu idealisieren. Neben der Neubestimmung des Verhältnisses der Kunst zur Natur und der Verehrung der Antike stellte die Renaissance also auch die Frage nach dem Wesen der Schönheit. Die Künstler versuchen z.B., den idealschönen Menschen darzustellen. Ideale Maße und Proportionen spielen sowohl bei der Darstellung des menschlichen Körpers in der Malerei und Skulptur als auch bei der Konzipierung von Gebäuden eine Rolle. Die Künstler entwickeln mit der Zentralperspektive eine Methode, mit mathematischer Exaktheit Verkürzungen in der Raumtiefe darzustellen. Üblicherweise teilt man die kunstgeschichtliche Epoche der Renaissance, vor allem die italienische Renaissance, in drei Perioden ein: # Frührenaissance # Hochrenaissance # Spätrenaissance oder Manierismus Manierismus Den ersten Abschnitt der Renaissance nennt man Frührenaissance (von etwa 1420 bis 1490/1500). Sie nimmt ihren Ausgangspunkt in Florenz mit den Skulpturen Donatellos, den Bronzereliefs Ghibertis, den Fresken Masaccios und den Bauten Filippo Brunelleschis. Die Zeit von ca. 1490/1500 bis 1520 bezeichnet man als Hochrenaissance. Zentrum dieser Periode, die sich durch das Streben nach höchster Vollkommenheit und Harmonie in der Kunst auszeichnet, ist das päpstliche Rom. In diese Zeit fallen Bramantes Zentralbau-Entwürfe für die neue Peterskirche in Rom, Leonardo da Vincis berühmteste Bilder („Abendmahl“; „Mona Lisa“, „Dame mit Hermelin“), Raffaels Ausmalung der „Stanzen“ (der Gemächer des Papstes) und sein berühmtestes Altarbild, die „Sixtinische Madonna“, Michelangelos Skulpturen („David“, „Moses“) und seine Fresken an der Decke der Sixtinischen Kapelle sowie Dürers Meisterstiche. Es folgt die etwa bis 1590 reichende Periode der Spätrenaissance oder des Manierismus, die durch unterschiedliche künstlerische Tendenzen gekennzeichnet ist. So neigt der Manierismus zu Übertreibungen des Formenrepertoires der Hochrenaissance (z.B. übertriebene Raumfluchten, überlange und verdreht dargestellte menschliche Körper in heftiger Bewegung). Ein Merkmal des Manierismus ist z. B. die Figura serpentinata, wie sie der Bildhauer Giovanni da Bologna in seinem „Raub der Sabinerin“ (1583) dargestellt hat. Menschliche Gestalten werden dabei als sich schlangenartig nach oben windende Körper wiedergegeben. Die letzte Phase der Spätrenaissance geht dann allmählich in den Barockstil über. Doch nicht überall in Europa läuft die Epoche der Renaissance nach einem identischen Muster ab. Während in Italien der Geist der Renaissance am frühesten einsetzte, besonders blühte und gleichermaßen Einfluss auf die Malerei, Bildhauerei und Architektur nahm, begann im Norden die Renaissance erst um oder nach 1500 und konnte sich hier nur bedingt und mit nationalem Einschlag durchsetzen. Auch sind in den Ländern außerhalb Italiens die Architektur und Bildhauerkunst stärker als die Malerei von der Antike beeinflusst worden. In Frankreich und Deutschland vermischte sich der antike Stil mit nationalen Elementen, welche in der ersten Epoche der Renaissance, der Frührenaissance, naturgemäß stärker hervortraten als in der Periode der Spätrenaissance, welche die antiken Formen üppiger und kräftiger ausbildete und so zu den Übertreibungen des Barockstils überleitete. Eine nationale Färbung hat die Renaissance auch in den Niederlanden, in Polen, in England und in Spanien erfahren.

wichtige Renaissancekünstler

Malerei

Spanien Die Mehrzahl der Gemälde der Renaissancekunst sind Altarbilder und Fresken religiösen Inhalts, die für Kirchen gemalt wurden. Die religiöse Gestalt wurde jedoch vermenschlicht, indem sie in einer irdischen Umgebung dargestellt wurde (Alltagskleidung). Außerdem entstanden Bilder mit weltlichen oder heidnisch-mythologischen Themen (z. B. Allegorien, antike Götter- und Heldensagen, antike Geschichte) und individuelle Bildnisse zeitgenössischer Persönlichkeiten. Daneben entwickelten sich auch erste Landschaftsdarstellungen und Sittenbilder, die das zeitgenössische Leben repräsentieren. Die Landschaftdarstellungen sollten jedoch nicht ein genaues Abbild der Wirklichkeit darstellen, vielmehr symbolisierten sie das Grundprinzip der Schönheit. Diese Schönheit wurde als Natur definiert. Die Raumtiefe wird mit den Mitteln der Zentralperspektive, also eines Fluchtliniensystems, geometrisch genau konstruiert. Hinzu kommen die Mittel der Luft- und Farbperspektive. Um eine dreidimensionales Bild auf zweidimensionalem Bildwerk herstellen zu können, musste sich der Künstler an optische und geometrische Regeln halten. Diese legten fest, dass der Horizont wagerecht auf Augenhöhe des Betrachtes liegt. Um eine Räumlichkeit zu erlangen, mussten nun jede verschiedene Linienschar eines Bildes einen Fluchtpunkt vorweisen. Hierbei liegt der Fluchtpunkt von parallel zum Erdboden verlaufenden Linienscharen auf dem Horizont. So wurde es ermöglicht, dem Bild räumliche Tiefe zu verleihen. In der Renaissance wurde immer mehr Wert auf die Anatomie des Menschen gelegt. Die Künstler erforschten Muskelzüge, Bewegungen, Verkürzugen und die Körperproportion an sich. Trotz dieser genauen Studien wurde der Mensch, wie bereits in der Antike, idealisiert. Der Künstler sah seine Aufgabe darin, dass er aus der Fülle der menschlichen Natur das Schöne herausfiltern und so ihre Vollkommenheit ausdrücken sollte. So kommt es auch, dass die Nacktheit als Symbol der Unschuld stand, da sie natürlich war und so Schönheit ausdrückte; dies ist wie andere Dinge aus der Antike übernommen. Die Künstler stellen den nackten menschlichen Körper als Akt in idealen Proportionen dar. Ein symmetrischer, harmonisch ausgewogener Bildaufbau, unterstützt durch innerbildliche Kreis-, Halbkreis- und Dreiecksformen, wird bevorzugt.

Bildhauerei

Akt]] Die Bildhauer der Renaissance schaffen vor allem Standfiguren und Bildnis-Büsten. Auf den Plätzen der Städte werden Monumentalplastiken,