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Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung

Die Einheitsübersetzung ist eine ökumenische Bibelübersetzung (Altes und Neues Testament) ins Deutsche, die 1962-1980 von katholischen Theologen unter Beteiligung evangelischer Theologen erarbeitet wurde. Gemeinsam verantwortet waren das Neue Testament und die Psalmen. Eine gemeinsame Überarbeitung der ganzen Bibel scheiterte 2005 am Rückzug der evangelischen Seite.

Die Zielsetzung der Einheitsübersetzung

ist eine mehrfache: # Ersetzung der vielen in Verwendung stehenden Übersetzungen, vor allem # für den kirchlichen Gebrauch in Gottesdiensten aller Konfessionen, # nahe an den Urtexten, aber möglichst in heutiger Sprache, unabhängig von älteren Bibelübersetzungen # Für Schule und Unterricht geeignet, daher mit Anmerkungen zum besseren Verständnis, sowie # in geeigneter Sprach-Rhythmik zum Vorlesen und Singen, und # mit den Erkenntnissen der modernen Bibelwissenschaft. Um die breite Verwendbarkeit (Aspekt 3-6) zu erreichen, wurden außer Theologen, Philologen und Bibelwissenschaftlern auch Fachleute für Didaktik, Medien, Kirchenmusik und Germanistik einbezogen. Das Hauptziel (1, 2) wurde allerdings nur im Bereich der katholischen Kirche erreicht. Bei evangelischen Gottesdiensten ist weiterhin die Lutherbibel am meisten in Gebrauch.

Die Entstehung der Einheitsübersetzung

Der Impuls des Katholischen Bibelwerks Stuttgart wurde aus aktuellen Gründen (Zweites Vatikanisches Konzil, Ökumene) rasch aufgegriffen. An einer Planungsgruppe deutscher katholischer Bischöfe beteiligte sich bald auch Österreich und die evangelische Michaelsbruderschaft. 1962 wurden Fachausschüsse gebildet. Die offizielle Kooperation beider Kirchen begann 1967 und wurde 1970 durch einen Vertrag der deutschen Diözesen bekräftigt. Man arbeitete im gesamten deutschsprachigen Raum zusammen (Bundesrepublik, DDR, Österreich, Schweiz, Südtirol, Luxemburg und Belgien). Das Neue Testament wurde 1972 abgeschlossen, das Alte 1980. Letzteres ist dreimal umfangreicher und braucht besondere sprachliche Sorgfalt, z.B. bei hymnischen Texten und Psalmen.

Zur Geschichte der Bibelübersetzung

In den Ostkirchen wurde die Bibel schon früh in Landessprachen übersetzt, während im Westen zumindest seit dem Ende des Frühmittelalters die lateinische Vulgata des Hieronymus allein maßgebend blieb. Von der gotischen Wulfila-Bibel (um 360) und dem Mondseer Matthäus (748) sowie einigen freien, poetischen Wiedergaben (z.B. Heliand) abgesehen, entstanden deutsche Übersetzungen erst im späten Mittelalter.
Zu größerer Bibelverbreitung im Volk kam es durch Luthers Übersetzung und den Buchdruck. Die Lutherbibel war auch für die Kirchenmusik wichtig (siehe Bach) und für die Entwicklung der deutschen Schriftsprache, wurde aber fast nur von Protestanten verwendet. Eine so vorherrschende "Standard-Bibel" kannte die Römisch-Katholische Kirche nicht. Nach der Allioli-Bibel (1830 und 1899) entstanden bis 1960 etwa 25 katholische Übersetzungen ins Deutsche, z.B. die Volksbibel 1912 und die Klosterneuburger Bibel 1934. Manche haben besondere Nähe zu den Urtexten (z.B. Prof. F.Stier), andere zielten auf neue Liturgie oder eine interessante Sprache. Sie verbreiteten sich seit Jörg Zink 1965 vermehrt, verstärkten aber den Wunsch nach einer ökumenischen Bibel, die erstmals 1971 als "Die gute Nachricht" entstand. Diese Übersetzung war aber für den allgemeinen Gebrauch zu speziell und erfüllte obige Motive (1-6) nur teilweise. Der Ruf nach der Einheitsübersetzung wurde durch das Konzil verstärkt und um 1970 von der EKD aufgegriffen. Im Neuen Testament und den Psalmen ist sie "ökumenischer Text".
Zwar wird die Einheitsübersetzung v.a. von Katholiken verwendet, leistet aber auch in ökumenischen Bibelkreisen gute Dienste. Evangelische Theologen empfehlen sie neben der Lutherbibel für das gemeinsame Bibelstudium. Besonders geeignet ist sie wegen ihrer Sprachrhythmik für den liturgischen Gebrauch. Die Einheitsübersetzung bietet erklärende Vorworte zu den einzelnen biblischen Büchern, viele Zwischentitel und Fußnoten, welche unter anderem auf historische, theologische und bibelkritische Aspekte eingehen. Obwohl vornehmlich aus einer relativ liberalen katholischen Sichtweise verfasst, sind sie auch für kirchenferne Leser nützlich und erleichtern die Einordnung der verschiedenen Schriften.

Überarbeitung der Einheitsübersetzung

Seit mehreren Jahren ist eine Überarbeitung der ersten und derzeit gültigen Übersetzung geplant. Im September 2005 kündigte die EKD ihre Mitarbeit an diesem Bibeltext auf, so dass es künftig keine offizielle, gemeinsame Bibelübersetzung der evangelischen und katholischen Kirche geben wird. Als Begründung nannte der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, die vom Vatikan herausgegebene Instruktion "Über den Gebrauch der Volkssprachen bei der Herausgabe der Bücher der römischen Liturgie" (2001). Danach sollen für eine Bibelübersetzung in eine Volkssprache die überlieferte Liturgie und die Bibelinterpretationen der Kirchenväter (wozu auch die Vulgata gezählt wird) als Hilfsmittel zur Übersetzung unklarer Stellen des Urtextes herangezogen werden. Nach Abschluss der Übersetzungsarbeit ist die Übersetzung einer vatikanischen Approbation zu unterziehen. Für die evangelische Seite, die den Urtexten die höchste Autorität zuschreibt, war dieses Kriterium nicht akzeptabel. Da die katholisch dominierte Übersetzungskommission zudem Abstand nahm von einem ursprünglich vereinbarten Konsensprinzip sah die EKD keinen andere Möglichkeit, als sich aus dem Projekt zurückzuziehen.
Von katholischer Seite wurde der Rückzug mit Unverständnis zur Kenntnis genommen. Der Vorsitzende der katholischen deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, warf den EKD-Vertretern einen zu plötzlichen Rückzug ohne Klärungsversuch vor. Die katholische Seite sah nur wenige Stellen als möglicherweise betroffen an. Konkrete Konflikte hatte es nach Angaben beider Seiten nicht gegeben. Für die Ökumene bedeutet dies einen großen Rückschritt.

Siehe auch


- Bibelübersetzung
- Bibelstudium
- Liste der Bücher der Bibel
- Portal:Bibel
- Religion

Weblinks


- [http://theol.uibk.ac.at/leseraum/bibel.html Direktzugriff auf die Kapitel der Einheitsübersetzung] (Uni Innsbruck)
- [http://alt.bibelwerk.de/bibel/index.htm Die Einheitsübersetzung online] (beim Katholischen Bibelwerk)
- http://die-bibel.com (erste Gesamtausgabe der Einheitsübersetzung als Hörbuch)
- [http://www.ekd.de/bibel/bibel_bibel.html Überblick zu 7 Bibelübersetzungen] der EKD
- [http://www.awmach.org/webo/framesets/bibles.html Verschiedensprachige Bibeln (engl., Vulgata, Luther)] und Konkordanz
- [http://www.kbwn.de/html/liturgie.html Ausstieg der ev. Kirche, kath. Sicht]
- [http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2005_09_08_1_bibeluebersetzung.html Ausstieg der ev. Kirche, ev. Sicht] Kategorie:Bibelausgabe

Ökumene

Unter Ökumene, im gängigen Sinn, versteht man die Beziehungen zwischen christlichen Kirchen verschiedener Konfessionen, seltener auch Beziehungen zwischen verschiedenen Religionen. Dieses Thema wird im Artikel behandelt. Im Unterschied dazu bezeichnet der Begriff Ökumene, im geografischen Sinn, den ständig besiedelten Teil der Erdoberfläche (Beispiele: Europa, Ostasien, Ost-USA), von dem die Anökumene durch Trocken-, Höhen- und Kältegrenzen getrennt ist. Dieses Thema wird im Artikel nicht behandelt. Insgesamt wird der Begriff Ökumene mit folgenden Bedeutungen verwendet: # die ganze (bewohnte) Erde (ursprüngliche Bedeutung von gr. oikoumenê) # die christliche Kirche als ganze # allgemeine christliche oder kirchliche Gültigkeit besitzend (Ökumenisches Konzil) # den weltweiten missionarischen Auftrag der Kirche betreffend # die Beziehungen zwischen mehreren Kirchen oder zwischen einzelnen Christen verschiedener Konfessionen. Im Alltagssprachgebrauch in Deutschland sind häufig die Beziehungen zwischen evangelischer und katholischer Kirche gemeint. # die geistige Haltung, die das Wissen um die Zugehörigkeit zur weltweiten Gemeinschaft der christlichen Kirchen und das Streben nach Einheit der Kirche Christi ausdrückt (römisch-katholisch dafür: Ökumenismus).

Begriff

Der Begriff Ökumene (v. griech.: oikeo/oikia wohnen bzw. Haus) bezeichnete ursprünglich den gesamten bewohnten Erdkreis. Ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. wurde der Begriff prägend für die gesamte Welt des Hellenismus, die er von der nichtgriechischen "barbarischen" Welt abgrenzte. Diese Verwendung erhielt sich in der römischen Welt und beschrieb so das römische Kaiserreich. Das Neue Testament sieht in dem Ausdruck einmal die bewohnte Welt (Lk. 2,1) und dann auch die bewohnte Welt als den Adressaten der christlichen Botschaft (Mt. 24,2).

Geschichte der Ökumene

Die Geschichte der Ökumene zeichnet sich von der Zeit der Bibel bis heute durch parallele Bestrebungen der Trennung und der Einheit aus. Trennungen haben meist die Ursache in als unüberwindbar betrachteten Gegensätzen in einzelne Glaubenswahrheiten mit ihren theologischen oder praktischen Auswirkungen. Die Bestrebungen zur Einheit der Christen werden meist von der Einsicht um die gemeinsame Wurzel in Jesus Christus, die gemeinsame Basis der Bibel, den gemeinsamen Auftrag zur Weitergabe des Glaubens oder das gemeinsame Handeln in der Gesellschaft begründet. Siehe auch: Konfessionelle Parität

Die Entwicklung der aktuellen ökumenischen Situation

1929 wurde der Ökumenische Rat für Praktisches Christentum ins Leben gerufen. Seit 1948 besteht der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK; auch: Weltkirchenrat), dem heute 347 Kirchen in mehr als 120 Ländern angehören. Die Basisformel des ÖRK lautet: :Der Ökumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von Kirchen, die den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen sind zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Ökumenische Rat der Kirchen besteht im Wesentlichen aus Kirchen der protestantischen und aus Kirchen der orthodoxen Tradition. Diese Traditionen unterscheiden sich sehr stark in ihrem Selbstverständnis als Kirche und in ihrer Theologie, was von Anfang an zu Spannungen geführt hat. Während der ÖRK sich ursprünglich als Bewegung in Richtung auf die Wiederherstellung der Einheit der christlichen Kirchen verstand, hat er sich in den letzten Jahrzehnten mehr bemüht, der Pluralität der Bewegungen, Aktionen und Probleme in der Welt gerecht zu werden. In dieser Richtungsänderung folgen die Kirchen nicht, die sich besonders der Einheitsbewegung verpflichtet sehen - insbesondere die orthodoxen Kirchen. Die bisherige Struktur des ÖRK mit Mehrheitsabstimmungen bevorzugte die Sicht der protestantischen Kirchen, die daher in den Prioritäten und Programmen des ÖRK dominierte. Die daraus resultierenden Spannungen führten bis zu Austrittsdrohungen einzelner orthodoxer Kirchen. Eine paritätisch besetzte Sonderkommission hat deshalb Vorschläge erarbeitet um Struktur, Stil und Ethos des ÖRK entsprechend zu verbessern, wobei auch ähnliche Anliegen anderer Kirchenfamilien und Kirchen aufgenommen wurden ([http://www2.wcc-coe.org/ccdocuments.nsf/index/gen-18-ge.html Abschlussbericht der Sonderkommission zur Orthodoxen Mitarbeit im ÖRK]). Im Februar 2005 hat der ÖRK-Zentralausschuss auf der Grundlage der Empfehlungen dieses Abschlussberichtes seine Verfassung geändert und das Konsensverfahren als neue Methode der Entscheidungsfindung und Beschlussfassung eingeführt. Dieses kommt erstmalig auf der Vollversammlung des ÖRK im Februar 2006 in Porto Alegre voll zum Einsatz. Die römisch-katholische Kirche gehört zwar dem Ökumenischen Rat der Kirchen nicht an, hat jedoch, insbesondere nach dem zweiten vatikanischen Konzil, eine deutliche ökumenische Öffnung gezeigt, insbesondere durch das Ökumenismusdekret Unitatis redintegratio. So hat sie ökumenische Beziehungen zur orthodoxen Kirche angeknüpft, was 1995 im apostolischen Brief "Orientale Lumen" und in der Enzyklika "Ut unum sint" von Papst Johannes Paul II. resultierte. Bilaterale Gespräche zwischen Lutheranern und Katholiken führte zur "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigung" vom Oktober 1999 über einen der strittigsten Punkte seit der Reformation. Die Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" wird da allerdings wieder als ein Rückschritt empfunden. Neben den offiziellen Beschlüssen gibt es vielerorts eine informelle, aber lebendige ökumenische Zusammenarbeit auf der Ebene der lokalen Kirchen. Sowohl die evangelikale als auch die charismatische Bewegung sind nicht auf bestimmte Konfessionen beschränkt, sondern konfessionsübergreifend.

Ökumene in Europa

Im Jahr 1940 gründete Fr. Roger Schutz in Taizé die Communauté de Taizé, einen ökumenischen Männerorden mit der Zielsetzung, die Risse zwischen den christlichen Kirchen zu heilen. In Europa gibt es seit 1959 die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK, englisch CEC für Conference of European Churches), der die meisten orthodoxen, reformatorischen, anglikanischen, freikirchlichen und altkatholischen Kirchen in Europa angehören. Die KEK ist eine selbständige Organisation, die mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen zusammenarbeitet. Sie ist einer von weltweit sieben regionalen ökumenischen Zusammenschlüssen. Die Konferenz Europäischer Kirchen hat gemeinsam mit dem Rat der (römisch-katholischen) Europäischen Bischofskonferenzen zwei Europäische Ökumenische Versammlungen durchgeführt und die Charta Oecumenica unterzeichnet, ein Dokument mit Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa. Die ökumenische Zusammenarbeit findet in vielen Themengebieten statt, unter anderem im Umweltbereich durch das Europäische Christliche Umweltnetz.

Neuere Entwicklungen

Nachdem in Deutschland unter Ökumene lange nur die Beziehungen zwischen der protestantischen und römisch-katholischen Kirche gesehen wurden, kommen jetzt auch die Beziehungen zu den in Deutschland immer stärker vertretenen orthodoxen Einwandererkirchen zu den Freikirchen und zu der Alt-Katholischen Kirche ins Blickfeld. In der Schweiz gibt es seit dem 19. Jahrhundert neben den reformierten und der römisch-katholische Kirche noch die christkatholische Kirche als offiziell anerkannte Landeskirche, so dass die Ökumene nie nur als "Zweierbeziehung" gesehen wurde.

Probleme der ökumenischen Annäherung

Ein wesentliches Problem des ökumenischen Dialogs ist die unterschiedliche Zielsetzung bzw. Definition von christlicher Einheit bei verschiedenen Konfessionen. Besonders hinderlich für die ökumenische Bewegung sind das unterschiedliche Kirchen- und Amtsverständnis insbesondere mit der Frage nach dem Verhältnis von allgemeinem und besonderem Priestertum. Der Dialog über Sakrament, Rechtfertigung und Gnade hat in den letzten Jahren zu einer gewissen Annäherung geführt. Diese wurde insbesondere in der gemeinsamen Erklärung zur Rechfertigungslehre und der Charta Oecumenica sichtbar. Doch es bestehen in den genannten Fragen noch deutliche Differenzen. Grundproblem sind aber das (oft gegenseitige) mangelnde Wissen über die unterschiedliche Definition in verschiedenen Konfessionen, häufig ein gewisses Desinteresse an der Ökumene in Zeiten, in denen auf die gegenseitige Verdammung verzichtet wird, und die zunehmende Suche nach Profilierung gerade in Zeiten sinkender Mitgliederzahlen. Unwissen kann zu Kommunikationsproblemen führen, aber ebenso auch zu einer übertriebenen Einschätzung von ökumenischer Annäherung.

Modelle der Annäherung

Andereseits sind seit dem "ökumenenischen Frühling" Anfang der siebzige Jahre vielfältige Modelle zur Annäherung entwickelt worden. Sie unterscheiden sich in Ihrem grundlegenden Ansatz, ob sie beim rechten Handel (Orthopraxie) ihren Ausgangspunkt haben oder in der rechten Lehre (Orthodoxie). Einen wichtigen Impuls auf einem Weg einer Annäherung der Lehre haben Karl Rahner und Heinrich Fries mit dem Buch "Einheit der Kirche - reale Möglichkeit" gegeben. Das Netzwerk Ökumene: konfessionsverbindende Paare und Familien in Deutschland hat anlässlich des Ökumenischen Kirchentags ein vierstufiges Modell auf dem Weg der Einheit für Gemeinden vorgestellt, das einen Weg unabhängig von theologischen Differenzen beschreibt, ohne diese zu negieren. Dahinter steht die Erwartung,dass mehr gemeinsam gelebter Glaube auch zu einer Neubewertung der noch trennenden Glaubensfragen führt:
- Initial: Die Gemeinden leben friedvoll und tolerant nebeneinander.
- Interessiert: In möglichst vielen Bereichen werden regelmäßig ökumenische Veranstaltungen durchgeführt.
- Informiert: Nachbargemeinden laden sich bewusst und gezielt gegenseitig zu ihren jeweils eigenen Veranstaltungen ein, wo immer es möglich ist. Dazu wird ein systematischer Informationsaustausch gefördert.
- Integriert: Es wird alles gemeinsam durchgeführt, was nicht getrennt getan werden muss. (Quelle: [http://netzwerk-oekumene.de/ Netzwerk Ökumene]) Ziel sei "die versöhnte Verschiedenheit unter einem gemeinsamen Dach". Die Modelle der christlichen Konfessionen liegen aber in der Praxis noch weit auseinander: Im Umfeld der evangelischen Konfessionen wird das Ziel häufig mit einer "versöhnten Verschiedenheit" beschrieben, die letztlich ein positives, aber unverbindliches Nebeneinander beschreibt. Römisch-katholischer Seits werden Modelle vorgeschlagen, die letztlich in unterschiedlicher Weise auf eine Eingliederung der anderen Konfessionen in die römisch-katholische Konfession hinauslaufen. Dabei wird das Papstum als Garant der Einheit verstanden. Auf dieser Grundlage steht die umstrittene Anregung des bayrischen Landesbischofs Johannes Friedrich vom März 2001, der sich den Papst als "ökumenisch akzeptierten Sprecher der Weltchristenheit im Dienste der Einheit" vorstellen kann.

Interkonfessionelle Ehe

Die Interkonfessionelle / Konfessionsverschiedene / konfessionsverbindende Ehe ist der Bereich, in dem die Ökumene am konkretesten gelebt werden kann. In ihr wird zugleich die Spaltung der Christen am schmerzhaftesten und persönlichsten erfahrbar.

Interreligiöser Dialog ('Ökumene der Religionen')

Gegenwärtig wird der Ausdruck Ökumene von einzelnen Autoren auch auf die Beziehungen zwischen dem Christentum und nichtchristlichen Religionen ausgeweitet. Dies betrifft insbesondere das Verhältnis zu Judentum und Islam, das von Hans Küng und anderen als 'Abrahamitische Ökumene' bezeichnet wird. Er wird jedoch weder von christlichen ökumenischen Organisationen (ÖRK, KEK) noch von einzelnen christlichen Kirchen in offiziellen Dokumenten in diesem Sinn verwendet. Ausdrücke wie interreligiöser Dialog oder "multireligiöse Veranstaltung" werden weithin als sachgemäßer empfunden. Die tiefe Verbindung zwischen Judentum und Christentum wird in vielen ökumenischen Dokumenten wie der Leuenberger Konkordie oder der Charta Oekumenica und dabei unter Berufung auf die "unlösliche Verbundenheit mit Israel" eine besondere Pflege der jüdisch-christlichen Beziehungen gefordert. Dabei wird auch deutlich gemacht, dass die jüdisch-christlichen Beziehungen in einem anderen Sinn zu verstehen sind als die Beziehungen des Christentums zu anderen Religionen. Allerdings wird dabei auch deutlich gemacht, dass Judentum und Christentum nicht gleichzusetzen sind: :"Gegenüber einer unreflektierten Übernahme jüdischer Gebete oder anderer Teile der jüdischen (gottesdienstlichen) Tradition ist allerdings Zurückhaltung angebracht. Eine solche Übernahme steht in der Gefahr, die Austauschbarkeit von Glaubensaussagen vorzuspiegeln. Darüber hinaus kann eine solche Übernahme als mangelnde Achtung gegenüber dem jüdischen Selbstverständnis und Versuch einer substituierenden Aneignung der Traditionen Israels verstanden werden." ([http://www.jcrelations.net/de/displayItem.php?id=1043 Leuenberger Kirchengemeinschaft, Kirche und Israel, 2001]) Ein Meilenstein bei der gegenseitigen Annäherung der Religionen war das 1986 von Papst Johannes Paul II. initiierte Friedensgebet im italienischen Assisi, zu dem Vertreter aller Weltreligionen eingeladen waren. Diesem Treffen folgten jährliche Friedenstreffen, die von der Gemeinschaft Sant'Egidio organisiert werden. Sie dienen dem gemeinsamen Gebet, aber auch der Begegnung der Religionsführer und dem Gespräch in verschiedenen Podien zu Themen des Friedens, der Entwicklung, der Gerechtigkeit und der Religion. Um der Gefahr des Synkretismus zu entgehen, finden die Gebete bei diesen Treffen zeitgleich, aber in getrennten Räumen statt, sodass die Angehörigen jeder Religion gemäß ihrer eigenen Tradition beten können. In den letzten Jahren nehmen an den Treffen neben Religionsvertretern auch zunehmend Intellektuelle teil, die sich einem säkularen Humanismus verpflichtet fühlen. Diese jährlichen Friedenstreffen haben die Ökumene wie auch die Verständigung entscheidend vorangebracht. Wichtige Etappen waren etwa der Besuch der Teilnehmer, darunter auch muslimischer Geistlicher, im Konzentrationslager Auschwitz (nach dem Friedensgebet 1989 in Warschau, Polen). Dieser verstärkte in der muslimischen Welt das Bewusstsein für die Realität der Shoah. Das Friedensgebet 1986 im rumänischen Bukarest ermöglichte den späteren Besuch von Papst Johannes Paul II., der mit Rumänien zum ersten Mal ein mehrheitlich orthodoxes Land besuchte. Auch die Initiative für Friedensverhandlungen für Mosambik und Algerien gingen von diesen Friedenstreffen aus.

Weiterführende Informationen

Siehe auch:
- Interzelebration, Kirchengemeinschaft, Irenische Theologie

Literatur


- Leo Kard. Scheffczyk: Ökumene. Der steile Weg der Wahrheit. Siegburg 2004 (Quaestiones non disputatae, Bd. VII, hrsg. von David Berger)
- Rat der Europäischen Bischofskonferenzen, Konferenz Europäischer Kirchen: Versöhnung - Gabe Gottes und Quelle neuen Lebens. Dokumente der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz. Verlag Styria, Graz 1998 ISBN 3-222-12637-2
- Beate und Jörg Beyer: Konfessionsverbindende Ehe. Mainz 1986, 1991
- Knauer, Peter: Der Glaube kommt vom Hören. Ökumenische Fundamentaltheologie, 6., neubearb. und erw. Aufl.— Freiburg (im Breisgau); Basel; Wien: Herder, 1991 ISBN 3-451-22187-X Download als pdf auf folgender Seite [http://www.jesuiten.org/peter.knauer/20.html]
- Karl Rahner, Heinrich Fries: Einigung der Kirchen - Reale Möglichkeit, Freiburg 1983
- Eduard Schlink: Ökumenische Dogmatik. Göttingen 1983
- [http://www.cec-kek.org/Deutsch/ChartafinG.htm Charta Oecumenica]
- [http://www.vatican.va/edocs/DEU0079/_INDEX.HTM Enzyklika "Ut unum sint"]

Weblinks

Allgemeine Links
- [http://www.oekumene-ack.de/ Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland]
- [http://www.moehlerinstitut.de/ Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, Paderborn]
- [http://www.cec-kek.org/german_site/index.shtml Konferenz Europäischer Kirchen]
- [http://www.wcc-coe.org/wcc/deutsch.html Ökumenischer Rat der Kirchen]
- [http://netzwerk-oekumene.de Netzwerk Ökumene: konfessionsverbindende Paare und Familien in Deutschland]
- [http://oekumene.net oekumene.net - Das Ökumene-Netz] Ökumenische Portale der Konfessionen
- [http://www.alt-katholisch.de/oekumene/index.html Altkatholiken in Deutschland]
- [http://ekd.de/portal/1604.html Evangelische Kirche in Deutschland]
- [http://www.katholisch.de/2638.htm Katholische Kirche in Deutschland]
- [http://dmoz.org/World/Deutsch/Gesellschaft/Religion_und_Spiritualit%c3%a4t/Christentum/%c3%96kumene/ umfangreiche deutsche Linksammlung des Open Directory Projekts] !

Bibelübersetzung

Eine Bibelübersetzung versucht die Urtexte der biblischen Schriften einem Leserkreis zugänglich zu machen, der die antiken Originalsprachen nicht berherrscht. Die Bibel wurde in hebräischer, aramäischer und altgriechischer Sprache (Koine) verfasst. Neben allgemeinen Schwierigkeiten beim Übersetzen solcher Texte kommt die religiöse Bedeutung der Bibel hinzu, die als Heilige Schrift insbesondere im Judentum und im Christentum angesehen wird. Hinweis: Dieser Artikel befasst sich mit praktischen Problemen, die sich beim Übersetzen der Bibel stellen und damit, wie moderne Übersetzer diese Aufgabe heute lösen. Bibelübersetzungen werden schon seit mehr als zweieinhalbtausend Jahren mit verschiedenen theoretischen Ansätzen angefertigt. Siehe dazu: Geschichte der Bibelübersetzung Geschichte der Bibelübersetzung Text: "Wohl dem / der nicht wandelt im Rat der Gottlosen / noch tritt auf den Weg Sünder / noch sitzt, da die Spötter sitzen / sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN / und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht!"]]

Ziele einer Übersetzung

Viele moderne Bibelübersetzungen haben das Ziel, die antiken Texte einem breiten Leserkreis zugänglich zu machen, um die darin enthaltene Botschaft zu verbreiten. Sie sind deshalb auf Allgemeinverständlichkeit ausgerichtet und bedienen sich einer möglichst alltäglichen Sprache. Dabei wird Rücksicht auf religiöse Traditionen genommen. So werden beispielsweise in deutschen Übersetzungen Worte wie Evangelium, Taufe, Sünde, Jünger, oft nicht der Alltagssprache angepasst, beziehungsweise sind durch die Religion in die Alltagssprache eingegangen. Die konfessionell bedingt unterschiedliche theologische Auslegung der Bibel bringt auch konfessionell geprägte Übersetzungen hervor. Um Theologen und theologisch Interessierten präzisere Hilfsmittel in die Hand zu geben, werden wissenschaftliche Übersetzungen herausgegeben. Eine Übersetzung ist insofern wissenschaftlich, dass die Gründe für im Detail gewählte Formulierungen nachprüfbar sind. Dieses Ideal kann jedoch nie vollkommen erfüllt werden. Daneben gibt es auch Übersetzungen, die nur einen bestimmten Aspekt des Urtextes beleuchten wollen (beispielsweise Walter Jens' Übersetzung des Markusevangeliums) oder solche, die überhaupt eine mehr künstlerische Auseinandersetzung mit dem Urtext darstellen.

Bedingtheit einer Bibelübersetzung

Das Ergebnis der Übersetzungsarbeit ist unter anderem abhängig:
- von dem Auftraggeber
- von dem Umfang (ganze Bibel oder nur Teile)
- von der Art (Neuübersetzung, Revision, Bearbeitung)
- von der Zielsprache (grammatische und andere Eigenheiten), Zielkultur oder der Zielgruppe
- von der Konfession des Übersetzers und seinem persönlichen Glauben
- von der Auslegung der zu übersetzenden Texte
- von dem verwendeten Ausgangstext
- von dem Übersetzungsansatz (siehe unten)
- von dem angestrebten Sprachstil Die beteiligten Personen prägen das Ergebnis maßgeblich. Nicht nur die Auftraggeber und die Übersetzer, sondern auch Redakteure, Berater (beispielsweise Linguisten, Historiker, Archäologen und natürlich Theologen) und Korrektoren nehmen Einfluss auf die Übersetzung. All diese Personen treffen ihre Entscheidungen aus ihrem kulturell bedingten Weltbild heraus. Unabhängig von der theologischen Ausrichtung der beteiligten Personen wird ihr Verständnis der Texte auch von ihren individuellen Prägungen und subjektiven Empfindungen beeinflusst ist, bis hin zu ihren Charaktereigenschaften (vergleiche besonders bei Luther). Schließlich spielen auch die äußeren Bedingungen des Übersetzungsprozesses eine Rolle (Zusammenarbeit, Organisation, Ort und Zeit).

Spezielle Probleme beim Übersetzen der Bibel

Bibelübersetzungen sollen eine Brücke von einer fremden, vergangenen Kultur und Denkweise zu modernen Lesern schlagen. Die alten, heute toten Sprachen der Urtexte mit ihrer eigentümlichen Ausdrucksweise (Grammatik, Lexik) stellen hohe Anforderungen an die Übersetzungsarbeit. Im Falle des Alten Testaments kommt erschwerend dazu, dass außerhalb dessen kaum althebräische Schriften überliefert sind, die als Vergleichsmaterial dienen könnten.

Verständnisschwierigkeiten

Neben sprachlichen spielen auch inhaltliche Verständnisschwierigkeiten bei der Übersetzung der Bibel eine Rolle. Schon die biblischen Schriften selbst bezeugen diese mehrfach (z.B. 2. Petrusbrief 3,16).

Wahl des Originaltextes

Sowohl für das Alte als auch für das Neue Testament liegen eine Reihe von Handschriften vor, die an manchen Stellen voneinander abweichen. Eine Bibelübersetzung setzt daher die Auswahl einer Textversion voraus. Einige Bibelausgaben bieten Varianten aus unterschiedlichen Ursprungstexten als Fußnoten. Im alten Testament sind die bedeutendsten Texte der hebräische masoretische Text und die griechische Septuaginta. Der masoretische Text wird in protestantischen Kirchen traditionell als der verlässlichere angesehen. Orthodoxe Kirchen bevorzugen dagegen traditionell die Septuaginta, die bereits eine Übersetzung vom Hebräischen ins Griechische darstellt. Frühere katholische Übersetzer gingen meist von Hieronymus' lateinischer Übersetzung, der Vulgata, aus. Wie Hieronymus nehmen heute auch katholische Übersetzer meist den hebräischen Text als Grundlage. Moderne wissenschaftliche Übersetzungsarbeit zieht sämtliche verfügbaren antiken Übersetzungen und die Bibel betreffende Schriften zum Vergleich heran. Dazu gehören neben der Septuaginta z.B. auch alte syrische und samartitanische Übersetzungen oder die Targumim. Für das neue Testament gibt es eine Vielzahl an Manuskripten, deren wichtigste (Codex Vaticanus, Codex Sinaiticus) aus dem 4. Jahrhundert stammen, und seit dem 19. Jahrhundert Grundlage aller traditionellen Übersetzungen sind. Dabei ist nicht gesagt, dass diese ältesten Handschriften auch die verlässlichsten sind. Im 4. Jahrhundert waren die Schriften der Bibel schon relativ weit verbreitet. Signifikante Änderungen des Textes wären – wenn man eine solche Absicht unterstellt – logistisch kaum machbar gewesen, da diese in allen Handschriften der damaligen Welt hätten vorgenommen werden müssen. Man vertraut deshalb auch Handschriften aus späteren Zeiten, wo sie untereinander im Wesentlichen gleich sind, und spricht in diesem Zusammenhang vom Mehrheitstext oder auch byzantinischen Text. Die seit der Reformation maßgeblichen Grundtextausgaben waren geprägt vom so genannten "Textus receptus", einem Grundtext, der erstmals von Erasmus von Rotterdam herausgegeben wurde. Einige ältere Manuskripte haben an einigen Stellen Abweichungen, die auch theologisch bedeutsam sind. Diese haben die meisten Übersetzungen der Neuzeit geprägt. Die Schriften der Bibel gelten als die bestüberlieferten Texte des Altertums. Als man 1947 in Qumran Jesaja-Abschriften aus der Zeit vor Christus fand, enthielten sie nur marginale Abweichungen von dem heute in hebräischen Bibelausgaben stehenden Text.

Revisionen

Die meisten Übersetzungen werden ständig revidiert, das heißt überarbeitet. Bedingt durch den natürlichen Sprachwandel können einst treffende, leichtverständliche Formulierungen in Vergessenheit geraten und müssen deshalb ersetzt werden (beispielsweise Luthers Eidam =Schwiegersohn, Farren = Rind etc.). Neue linguistische oder historische Erkenntnisse können Überarbeitungen notwendig machen. Veränderte Moralvorstellungen fließen ebenfalls ein (z B. Gleichstellung der Frau). Nicht zuletzt beeinflussen auch Erfahrungen in der Glaubenspraxis, die mit vorangegangen Übersetzungen gemacht wurden, spätere Übersetzungen - beispielsweise Luther, der die Glaubenssätze seiner Zeit mit großer Entschlossenheit umzusetzen versuchte, aber daran scheiterte und aus dieser Erfahrung heraus eine Neuinterpretation der Paulusbriefe entwickelte, die sich auch in seiner Übersetzung wiederfindet.

Systematik der verschiedenen Ansätze zu einer Übersetzung

Aufgrund der unterschiedlichen Struktur verschiedener Sprachen im Allgemeinen ist eine Eins-zu-eins-Übersetzung nicht möglich. Wie Schleiermacher herausstellte, gibt es im wesentlichen zwei Strategien, mit diesem Problem umzugehen: Entweder passt man den Inhalt an den Leser an und nimmt dadurch Kompromisse in der Genauigkeit in Kauf, oder man verlangt vom Leser, sich an den Inhalt anzupassen und nimmt damit Kompromisse in der Verständlichkeit in Kauf. Man nennt diese Strategien auch zieltextorientiert und ausgangstextorientiert oder wirkungstreu und strukturtreu, wobei zu betonen ist, dass -treu hier hauptsächlich die Absicht der Übersetzer meint.

Strukturtreu – der ausgangstextorientierte Ansatz

Der ausgangstextorientierte Ansatz stellt die Forderung den Urtext strukturtreu in Bezug auf Wortwahl (lexikalisch), Wortbau (morphologisch), Satzbau (syntaktisch) oder Sprachklang (phonetisch) wiederzugeben. Strukturtreue Übersetzungen wollen den Leser in die Lage versetzen, den Text selbst so studieren zu können, als ob er die Originalsprache beherrsche. Dabei wird in Kauf genommen, dass er fremde Begrifflichkeiten erlernen und sich gegebenenfalls historische Kenntnisse aneignen muss, um den Text zu verstehen. Diesen Nachteil versucht man durch Fußnoten und Anmerkungen, beigefügte Lexika und Kommentare auszugleichen. Da eine kompromisslose Einhaltung des strukturtreuen Ansatzes nicht möglich ist, bergen diese Übersetzungen die Gefahr, dass sich der Leser in einer falschen Sicherheit wiegt. Gewisse Verluste gegenüber dem Original sind beim Übersetzen unvermeidbar. Manche Ausdrücke sind wörtlich übersetzt nicht verständlich oder werden sogar falsch verstanden. Dem Begriff strukturtreu sind folgende Begriffe untergeordnet:
- Wort- und formgetreue Übersetzungen
- grammatische Übersetzungen
- philologische/wörtliche Übersetzungen
- konkordante und begriffskonkordante Übersetzungen
- Interlinearübersetzungen

Wirkungstreu – der zieltextorientierte Ansatz

Der zieltextorientierte Ansatz stellt die Forderung, den Urtext wirkungstreu wiederzugeben. Dabei steht die beabsichtigte Wirkung im Mittelpunkt, die der Text in der Ausgangssprache und Ausgangskultur haben sollte. Die selbe Wirkung wird mit Hilfe der Zielsprache in der Zielkultur angestrebt. Notwendige inhaltliche Entfernung vom Original wird hingenommen, um dem Leser einen leichtverständlichen, gut lesbaren Text zu bieten. Diese Übersetzungen sind naturgemäß stark von der theologischen und weltanschaulichen Prägung der Übersetzer beeinflusst, da das Ergebnis von deren Interpretation des Originals abhängt. Dies muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, denn so können Übersetzungsvarianten forciert werden, die allgemein anerkannte Glaubenssätze klar zum Ausdruck bringen. Für eine theologische Meinungsbildung, die sich auf den exakten Wortlaut der Bibel gründen möchte, eignen sich diese Übersetzungen weniger. Die Forderung nach Einfachheit und Eindeutigkeit birgt die Gefahr, den Text auch dort zu vereinfachen, wo das Original nicht einfach und nicht eindeutig ist. Dadurch wird dem Leser unter Umständen das falsche Gefühl vermittelt, er habe die betreffende Passage verstanden. Diesen Nachteil versucht man teilweise durch Fußnoten auszugleichen, in denen alternativ ausgangstextorientierte Übersetzungen geboten werden. Dem Begriff wirkungstreu sind folgende Begriffe untergeordnet:
- Übertragungen
- kommunikative Übersetzungen
- dynamisch-äquivalente Übersetzungen (von griech. dynamis = Kraft, lat. aequus = gleich + valere = wert sein) bedeutet mit der selben Wirkung wie der Urtext)
- common language translation (Übersetzung in Umgangssprache)
- culturally reinterpreted (bedeutet kulturell neuinterpretiert; Wie würden sich die Bibelautoren heute und hier (in der Zielkultur) ausdrücken?)

Sinntreu – der gemischte Ansatz

Die Mischformen stellen Kompromisse zwischen beiden Typen dar, wobei entweder das ausgangstextorientierte oder das zieltextorientierte Prinzip bevorzugt wird und das jeweils entgegengesetzte Prinzip zum Ausgleich der Nachteile herangezogen wird. Ziel ist eine sogenannte sinntreue Wiedergabe des Urtextes.

Bearbeitungen

Von Bearbeitungen spricht man, wenn der Inhalt so angepasst wird, dass sich die Übersetzung (a) an ein Publikum richtet, an das sich der Urtext ursprünglich nicht speziell richtete (beispielsweise Kinder, Jugendliche, Gelegenheitsbibelleser) oder dass die Übersetzung (b) einen Sinn verfolgt, den der Urtext ursprünglich nicht verfolgte (Heranführung an die Bibel, Unterhaltung, Parodie z.B. "Der große Boss", Bibelcomics, manche Dialektausgaben, chronologische Zusammenstellungen der biblischen Geschichte, Nacherzählungen in Romanform). Eine weitere Gruppe bilden (c) Bearbeitungen für ein anderes Medium, z.b. für Comic, Film, Fernsehen, Hörspiel, Computerspiel. Man nennt diese drei Typen auch adressatenvariant (a), intentions/funktionsvariant (b) und medienvariant (c). Bearbeitungen sind oft keine eigentlichen Übersetzungen des Urtextes, sondern gehen von einer vorhandenen Übersetzung aus. Man bezeichnet sie dann als intralingual ("innerhalb der selben Sprache") oder intrakulturell ("innerhalb der selben Kultur").

Schematische Übersicht

Klassifizierung und Bewertung von Bibelübersetzungen

Die Klassifizierung einer Bibelübersetzung ist nur näherungsweise möglich. Auch eine stark wirkungsorientierte Übersetzung ist immerhin insofern strukturtreu, dass sie die biblischen Geschichten in der ursprünglichen Reihenfolge wiedergibt. Eine Interlinearübersetzung ist in Bezug auf die Reihenfolge der Worte strukturtreu, sie kann aber in jeder anderen Hinsicht wirkungsorientiert sein. Sie müsste dann eingrenzend syntaktisch strukturtreu genannt werden. Die als extrem strukturtreu geltende Buber/Rosenzweig-Übersetzung berücksichtigt beispielsweise nach Ansicht von Gelehrten einige strukturelle Phänomene des hebräischen Verbes überhaupt nicht. Selbst die strukturtreueste Übersetzung wird letzten Endes das Ziel verfolgen, dieselbe Wirkung hervorzurufen, wie der Urtext. Die meisten Übersetzungen enthalten im Detail auch bearbeitende Elemente. Man kann deshalb Bibelübersetzungen nur tendenziell klassifizieren. Es stellt sich dabei nicht die Frage, ob sondern in wie weit eine Übersetzung strukturtreu, wirkungstreu oder bearbeitend ist. Eine Bewertung hängt neben den Erwartungen des Lesers von den Zielen der Übersetzer ab. Strukturtreue Übersetzungen lassen sich in Bezug auf ihre Strukturtreue objektiver bewerten, da die Einhaltung der Vorgaben überprüfbar ist. Bei sogenannten wirkungstreuen Übersetzungen kann oft nicht objektiv festgestellt werden, ob die Übersetzung im Detail tatsächlich dieselbe Wirkung bei der Zielgruppe hervorruft, wie das Original in der Ursprungskultur. Insbesondere lässt sich nicht feststellen, ob der Übersetzungsvorschlag begründet, zufällig oder gar willkürlich ist. Theologische Prädispositionen fließen am leichtesten in wirkungstreue Übersetzungen (beziehungsweise wirkungstreue Elemente) ein.

Textvergleich deutschsprachiger Übersetzungen

:Die Tabelle ist alphabetisch geordnet, damit Revisionen zum Vergleichen untereinander stehen. Siehe auch Geschichte der Bibelübersetzung.

Fremdsprachige Übersetzungen


- Septuaginta
- Vulgata
- King James Bibel
- New International Version
- Louis Segond

Siehe auch


- Geschichte der Bibelübersetzung
- Portal:Bibel
- Bibelstudium
- Bibelausgaben
- Miniaturbibel

Weblinks


- http://www.bibleserver.com (Deutsche Online-Übersetzungen: Elberfelder, Einheitsübersetzung, Luther 1985, "Hoffnung für Alle", "Gute Nachricht", "Neues Leben")
- http://www.bibel-aktuell.org/ (Deutsche Online-Bibeln: Schlachter 1951, Luther 1545, Luther 1912, Elberfelder 1871, Konkordantes NT)
- http://www.axios.de/palm/palm_translations.html (Gegenüberstellung der Eigenschaften der verschiedenen Bibelübersetzungen)
- [http://www.bibeluebersetzungen.ch/ Kritische Anfragen an moderne Bibelübersetzungen (bes. "Hoffnung für Alle", "Gute Nachricht")]
- [http://www.hoffnungfueralle.de/ Stellungnahme des Herausgebers zur Kritik an der kommunikativen Bibelübersetzung Hoffnung für Alle ]
- [http://www.bibelarchiv-vegelahn.de Bibelübersetzungen in deutscher Sprache]Kategorie:Bibel
- [http://www.bibel-gesangbuch.de/andereuebersetzungenam.html Übersicht von deutschen Bibelübersetzungen] (geordnet nach Übersetzern beziehungsweise chronologisch)
- [http://www.jesus.ch/index.php/D/article/404/10271/ Bibelübersetzungen unter der Lupe]
- [http://www-user.uni-bremen.de/~wie/translation/index.html Sammlung zum Thema]
- [http://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/ Übersetzungsprojekt "Bibel in gerechter Sprache"]
- [http://www.watchtower.org/languages/deutsch/bibel/index.htm Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift]

Quellen


- Bibelübersetzung heute -- geschichtliche Entwicklungen und aktuelle Anforderungen, Stuttgarter Symposion 2000, Deutsche Bibelgesellschaft, besonders der Vortrag von Heidemarie Salevsky. ! Kategorie:Bibelübersetzung

Neues Testament

Das Neue Testament (Abgekürzt NT) der Bibel ist das zentrale Schriftwerk im Christentum. Es enthält die Berichte über Wort- und Tatzeugnisse von Jesus Christus sowie die seiner ersten Anhängerinnen und Anhänger, insbesondere der Apostel.

Der Begriff „Neues Testament“

Der Begriff ergibt sich aus dem griechischen „kaine diatheke“, was „neuer Bund“ heißt und ins lateinische mit „novum testamentum“ übersetzt worden ist. Jesus Christus benutzt den Ausdruck beim letzten Abendmahl, wahrscheinlich in bewusster Anlehnung an das Wort des Propheten Jeremia: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen.“ ([http://www.bibel-online.net/buch/24.jeremia/31.html#31,31 Jeremia 31, 31]) Das Neue Testament wurde ursprünglich in der griechischen Sprache aufgezeichnet („Novum Testamentum Graece“), dieses Griechisch ist in der verbreiteten Koine abgefasst. Die Hebraismen der eingeflossenen Sprache des alttestamentlichen Septuaginta-Textes nennt man Bibelgriechisch. Gemäß der Bibel beginnt das Neue Testament erst nach dem Tode von Jesus. Siehe [http://www.bibel-online.net/buch/58.hebraeer/9.html#9,17 Hebräer 9, 17]: „Denn wo ein Testament ist, da muss der Tod geschehen des, der das Testament machte. 17 Denn ein Testament wird fest durch den Tod; es hat noch nicht Kraft, wenn der noch lebt, der es gemacht hat.“ Jesus selber war noch unter dem Gesetz des Alten Testamentes. Das Neue Testament beginnt somit mit dem Tod Jesu am Ende der Evangelien.

Bibelkundlicher Überblick über das NT

1. Die Evangelien


- Das Evangelium nach Matthäus: Mt
- Das Evangelium nach Markus: Mk
- Das Evangelium nach Lukas: Lk
- Das Evangelium nach Johannes: Joh

2. Die Apostolischen Schriften

a) Die Apostelgeschichte

:Apostelgeschichte des Lukas Taten der Apostel: Apg (Auch „Acta Apostolorum“)

b) Die Paulusbriefe

Bei den Paulusbriefen wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass nicht alle Briefe von Paulus selbst stammen. Einige sollen demnach in späterer Zeit unter seinem Namen verfasst worden sein, um ihnen ein höheres Gewicht zu geben. Man unterscheidet zwischen Protopaulinen (echte Paulusbriefe) und Deuteropaulinen (unechte Paulusbriefe). Zu den unechten zählen: 2. Thess, Kol, Eph, 1. und 2. Tim, Tit.
- Der Brief an die Römer: Röm
- Der 1. Brief an die Korinther: 1 Kor
- Der 2. Brief an die Korinther: 2 Kor
- Der Brief an die Galater: Gal
- Der Brief an die Epheser: Eph
- Der Brief an die Philipper: Phil
- Der Brief an die Kolosser: Kol
- Der 1. Brief an die Thessalonicher: 1 Thess
- Der 2. Brief an die Thessalonicher: 2 Thess
- Der 1. Brief an Timotheus: 1 Tim
- Der 2. Brief an Timotheus: 2 Tim
- Der Brief an Titus: Tit
- Der Brief an Philemon: Phlm

c) Der Brief an die Hebräer

d) Die katholischen (d.h. allgemeinen) Briefe


- Der Brief des Jakobus: Jak
- Der 1. Brief des Petrus: 1 Petr
- Der 2. Brief des Petrus (nicht in der syrischen Bibel): 2 Petr
- Der 1. Brief des Johannes: 1 Joh
- Der 2. Brief des Johannes (nicht in der syrischen Bibel): 2 Joh
- Der 3. Brief des Johannes (nicht in der syrischen Bibel): 3 Joh
- Der Brief des Judas (nicht in der syrischen Bibel): Jud

e) Die Offenbarung


- Die Offenbarung des Johannes

Neutestamentliche Wissenschaft

Die neutestamentliche Wissenschaft, ein Teilgebiet der Bibelwissenschaft und somit der Theologie, beschäftigt sich mit dem Neuen Testament vermittels
- der Exegese (Auslegung)
- der Einleitungswissenschaft / Neutestamentlichen Literaturgeschichte
- der Neutestamentlichen Zeitgeschichte / Geschichte des Urchristentums
- der Theologie(en) des Neuen Testaments und
- der Neutestamentlichen Hermeneutik.

Literatur


- Jürgen Roloff: Einführung in das Neue Testament. Reclam, Ditzingen 1995, ISBN 3150094135
- Gerd Theissen: Das Neue Testament. Beck Wissen 2002, ISBN 3406479928
- William MacDonald: Kommentar zum Neuen Testament. CLV, Bielefeld 2. Aufl. 1997, ISBN 3-89397-378-8[http://clv.dyndns.info/pdf/255378.pdf Gratis-Download (PDF, 6 MB)]

Siehe auch


- Kanon des Neuen Testaments, Textkritik des Neuen Testaments, Textgeschichte des Neuen Testaments
- Jehoschua, Josua, Jesus Ben Joseph, Jesus, Jesus von Nazaret,
- Messias, Christus, Christentum, Agnus Dei,
- :en:Jews for Jesus, Messianisches Judentum, Christentum
- Portal:Bibel, Bibelstudium

Weblinks


- [http://www-users.cs.york.ac.uk/~fisher/gnt/ Neues Testament im griechischen Urtext] (nach Nestle-Aaland)
- [http://www-user.uni-bremen.de/~wie/GNT/books.html Das Griechische Neue Testament] Urtext: Westcott-Hort Text von 1881, kombiniert mit den NA26/27 Varianten.
- [http://www-user.uni-bremen.de/~wie/Vaticanus/index.html Codex Vaticanus B/03] Ausführliche Beschreibung des Codex Vaticanus mit vielen Bildern (als Beispiel für eine Handschrift)
- [http://www.reformiert-online.net:8080/t/de/bildung/bibelkunde/nt/index.jsp Bibelkunde des NT aus reformierter Sicht]
- [http://www.ecclesiabz.com/biblia/kl_bibelka.htm Bibelkunde des NT aus katholischer Sicht]
- [http://www.karl-leisner-jugend.de/Evangelien.htm Zur historischen Glaubwürdigkeit der vier Evangelien]
- [http://www.theologie-links.de/nt.html Links zum NT]
- [http://www.tillmann-group.de/mythen/filmnt.htm Filme zum NT]
- [http://www.gemeinde-christi.de/buecher/artikel/bibel/nt.htm Ist das Neue Testament Gottes Wort?] Information der Gemeinden Christi
- [http://www.welt-der-bibel.de/bibliographie.html wissenschaftliche Literatur zum NT] Kategorie: Neues Testament Kategorie: Bibel ja:新約聖書 zh-min-nan:Sin-iok Sèng-keng th:คำพยากรณ์ในคัมภีร์ไบเบิลใหม่

1962

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Paul Chaudet wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Samoa wird unabhängig von Neuseeland
- 1. Januar: Seine Hoheit Malietoa Tanumafili II. wird Staatsoberhaupt in Sambia
- 10. Januar: Mauretanien wird Mitglied in der UNESCO
- 30. Januar: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dänemark
- 2. März: Myanmar. Putschversuch von General Ne Win
- 6. März: Tansania wird Mitglied in der UNESCO
- 18. März: Frankreich und Algerien unterzeichnen einen Vertrag zur Beendigung des Algerienkrieges
- 28. März: Sierra Leone wird Mitglied in der UNESCO
- 2. April: Jemen wird Mitglied in der UNESCO
- 16. April: Frankreich. Georges Pompidou wird Ministerpräsident
- 1. Juli: Unabhängigkeit Ruandas von Belgien
- 15. Juli: Algerien erhält seine Unabhängigkeit
- 6. August: Jamaika wird unabhängig
- 23. August: Die syrische Regierung in Damaskus erlässt das Gesetzesdekret Nr. 93, wonach eine außerordentliche Volkszählung in der Provinz Djazira zulässig ist. Als Ergebnis werden 120.000 Kurden zu „Fremden“ erklärt. Die syrischen Staatsbürgerrechte werden ihnen entzogen. Um der „kurdischen Gefahr“ entgegenzutreten, entwickelt die Regierung Pläne für die Einrichtung eines „arabischen Gürtels“. Danach soll die gesamte kurdische Bevölkerung, die auf einem 280 km langen und 15 km breiten Gebiet entlang der türkischen Grenze lebt, umgesiedelt und durch arabische Bevölkerung ersetzt werden
- 23. August: Trinidad und Tobago wird von Großbritannien unabhängig
- 6. September: Handels- und Wirtschaftsabkommen zwischen Taiwan und Deutschland
- 11. September: Schifffahrtsprotokoll zwischen Taiwan und Deutschland
- 18. September: Ruanda, Jamaika und Burundi wird Mitglieder der Vereinten Nationen
- 26. September: Die Armee von Jemen stürzt die Monarchie und ruft die Republik aus
- 1. Oktober: James H. Meredith schreibt sich als erster afro-amerikanischer Student unter dem Schutz von Federal Marshals in der Universität von Mississippi ein
- 8. Oktober: Algerien wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 9. Oktober: Uganda wird unabhängig
- 11. Oktober: Beginn des zweiten Vatikanischen Konzils
- 14. Oktober: Kubakrise
- 15. Oktober: Algerien wird Mitglied in der UNESCO
- 17. Oktober: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Irland
- 22. Oktober: Durch die Fernsehansprache des US-Präsidenten John F. Kennedy wird die Kubakrise öffentlich
- 25. Oktober: Uganda wird Mitglied bei den Vereinten Nationen
- 1. November: Mongolei wird Mitglied in der UNESCO
- 2. November: Trinidad und Tobago wird Mitglied in der UNESCO
- 7. November: Jamaika und Ruanda werden Mitglieder der UNESCO
- 9. November: Uganda wird Mitglied in der UNESCO
- 16. November: Burundi wird Mitglied in der UNESCO
- 17. Dezember: Monaco bekommt eine neue Verfassung
- 18. bis 22. Dezember: Auf der Konferenz von Nassau beschliessen die USA und Großbritannien eine enge nuklearstrategische Partnerschaft. In der Folge erhält Großbritannien Zugang zum amerikanischen Polaris-Raketenprogramm
- Kuba-Krise zwischen den USA und der Sowjetunion

Wirtschaft


- Die Staaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) führen eine gemeinsame Agrarpolitik ein
- Okunsches Gesetz wird hergeleitet

Wissenschaft und Technik


- 1. Januar: Der Deutschlandfunk nimmt seinen regulären Sendebetrieb auf
- 14. Juni: In Paris findet die Gründung der Europäischen Weltraumforschungsorganisation (ESRO) statt, die ausschließlich friedlichen Zwecken dienen soll
- Walter Bruch entwickelt das PAL-Fernsehsystem, dass ein Jahr später zum Patent angemeldet wird
- September: In Bern wird die Monbijoubrücke eröffnet

Kultur


- 1. Januar: Die Beatles machen die ersten Probeaufnahmen bei der Plattenfirma Decca und werden mit der Begründung abgelehnt, dass Gitarrengruppen nicht mehr modern seien
- 23. April: Uraufführung der Oper König Nicolo von Hans Chemin-Petit in Aachen
- 11. September: The Beatles nehmen ihre erste Single „Love Me Do“ auf
- 22. September: Eröffnung des Innsbrucker Alpenzoos
- 22. Oktober: Uraufführung der Oper L'opéra d'Aran (Die Oper von der Insel Aran) von Gilbert Bécaud in Paris
- 6. Dezember: Nikolaustag
- 9. Dezember Premiere des Films Lawrence von Arabien in London. Regie: David Lean, Musik: Maurice Jarre
- 12. Dezember: Uraufführung des Karl-May-Films Der Schatz im Silbersee im Universum, Stuttgart
- Die amerikanische Journalistin Rachel Carson veröffentlicht das Buch Silent Spring („Der stumme Frühling"), dessen weltweite Verbreitung den Beginn der Umweltbewegung markiert
- Die Fluxus-Bewegung wird von führenden Künstlern in Deutschland ins Leben gerufen
- John Schlesinger erhält den Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele für A Kind of Loving
- Gründung der Royal Rangers
- Das Buch A Clockwork Orange erscheint

Katastrophen


- 7. Februar: Grubenunglück von Luisenthal: Bei einer Kohlenstaubexplosion kommen im Saarland 299 Bergleute ums Leben
- 16./17. Februar: Sturmflut an der Nordsee: Am 16./17. Februar 1962 brach über die deutsche Nordseeküste die schwerste Sturmflut seit über 100 Jahren herein. Orkanböen bis 200 Kilometer pro Stunde und meterhohe Wassermassen ließen die Deiche an der Küste, an der Elbe und Weser brechen. Am schlimmsten traf die Flutkatastrophe das 100 Kilometer von der Küste entfernte Hamburg. Ganze Stadtteile standen unter Wasser, über 300 Menschen kamen ums Leben. Über 60.000 Bewohner südlich der Elbe wurden obdachlos. Strom, Gas und Wasser fielen in der Millionen-Stadt aus
- 1. März: Flughafen Idlewild, New York, USA. Eine amerikanische Boeing 707 stürzte direkt nach dem Start in die Jamaica Bay. Alle 95 Personen an Bord starben
- 4. März: Douala, Kamerun. Absturz einer Douglas DC-7 der Trans-African British Caledonian
- 22. Mai: Iowa, USA. Eine Boeing 707 der Continental Air Lines explodierte in der Luft, nachdem ein Selbstmord-Attentäter eine Bombe gezündet hatte. Alle 45 Menschen an Bord starben
- 3. Juni: Paris, Frankreich. Absturz einer französischen Verkehrsmaschine des Typs Boeing 707. Alle 130 Menschen an Bord starben
- 7. Juli: Bombay, Indien. Absturz einer Douglas DC-8
- 1. September: Erdbeben der Stärke 7,3 in Qazvin, Iran, 12.230 Tote
- 27. November: Lima, Peru. Absturz einer Boeing 707 der Vvarig Airlines
- 14. Dezember: Laurel Canyon, Los Angeles, Kalifornien, USA. Absturz einer Lockheed Super Constellation in ein Wohngebiet. Durch den Absturz und das anschließende Feuer wurden 29 Gebäude beschädigt. Alle 5 Personen an Bord wurden getötet, ebenso 3 Anwohner

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2. März: Wilt Chamberlain erzielt 100 Punkte in einem NBA-Spiel
- Die Fußball-WM in Chile gewinnt Brasilien. Der Gastgeber wird nur Dritter. Deutschland scheidet im Viertelfinale nach einer 0:2-Niederlage gegen Jugoslawien aus

Geboren


- 3. Januar: Ronnie Schöb, deutscher Professor für Volkswirtschaftslehre
- 4. Januar: Ingolf Viereck, deutscher Politiker
- 4. Januar: Natalja Botschina, russische Leichtathletin und Olympionikin
- 6. Januar: Daniel Mahrer, Schweizer Skirennläufer
- 10. Januar: Zoltán Pokorni, ungarischer Politiker
- 12. Januar: Gunde Svan, schwedischer Skilangläufer
- 13. Januar: Gunda Röstel, deutsche Politikerin
- 13. Januar: Christian Homburg, Professor für Marketing
- 13. Januar: Trace Adkins, US-amerikanischer Country-Sänger
- 14. Januar: Antonia Langsdorf, Chefastrologin des TV-Senders RTL
- 15. Januar: Richard Seeber, österreichischer Politiker
- 17. Januar: Jim Carrey, kanadischer Komiker und Schauspieler
- 20. Januar: James Denton, US-amerikanischer Schauspieler
- 21. Januar: Peter Lohmeyer, deutscher Schauspieler
- 21. Januar: Marie Trintignant, französische Schauspielerin († 2003)
- 23. Januar: Uwe Bohm, deutscher Schauspieler
- 24. Januar: Zoë Haas, Schweizer Skirennläuferin
- 25. Januar: Chris Chelios, US-amerikanischer Eishockeyspieler (Verteidiger)
- 26. Januar: Lena Biolcati, italienische Sängerin
- 26. Januar: Anna LaCazio, US-amerikanische Sängerin
- 29. Januar: Radovan Vlatkovic, kroatisch-französischer Hornist
- 29. Januar: Olga Tokarczuk, polnische Schriftstellerin
- 30. Januar: Anton Schaaf, deutscher Politiker und MdB
- 30. Januar: Abdullah II., König von Jordanien
- 1. Februar: Uwe Arkuszewski, deutscher Moderator, Sänger und Entertainer († 2004)
- 2. Februar: Anne-Flore Rey, französische Skirennläuferin
- 4. Februar: Clint Black, US-amerikanischer Country-Sänger
- 5. Februar: Jennifer Jason Leigh, US-amerikanische Schauspielerin
- 6. Februar: Axl Rose, US-amerikanischer Sänger
- 7. Februar: David Bryan, Keyboarder in der Band Bon Jovi
- 7. Februar: Garth Brooks, US-amerikanischer Country-Musiker
- 8. Februar: Martin Wuttke, deutscher Schauspieler und Regisseur
- 8. Februar: Barbara Ludwig, sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
- 9. Februar: Thomas Brandl, ehemaliger Eishockeyspieler
- 10. Februar: Clifford Lee Burton, Bassist der Heavy Metal Band Metallica († 1986)
- 11. Februar: Uwe Zimmermann, deutscher Fußballtorwart
- 11. Februar: Sheryl Crow, US-amerikanischer Bluesrocksängerin, Gitarristin, und Songschreiberin
- 13. Februar: Michael Mair, ehemaliger italienischer Skirennfahrer
- 13. Februar: Christiane Weber, Fechtsportlerin und zweimalige Olympiasiegerin
- 16. Februar: John Balance, britischer Musiker († 2004)
- 19. Februar: Hana Mandliková, tschechische Tennisspielerin
- 21. Februar: Martin Armknecht, deutscher Schauspieler
- 21. Februar: Chuck Palahniuk, US-amerikanischer Autor
- 22. Februar: Steve Irwin, Leiter des Australia Zoo, Besitzer einer Tierschutzorganisation und TV-Show
- 24. Februar: Outi Mäenpää, finnische Schauspielerin
- 25. Februar: Birgit Fischer (Sportlerin), deutsche Kanurennsportlerin und Olympionikin
- 28. Februar: Angela Bailey, britische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 28. Februar: Claudio Chiappucci, italienischer Radrennfahrer
- 2. März: Jon Bon Jovi, Musiker
- 3. März: Jackie Joyner-Kersee, US-amerikanische Leichtathletin
- 6. März: Erika Hess, Schweizer Skirennläuferin
- 7. März: Taylor Dayne, US-amerikanische Sängerin
- 9. März: Jan Furtok, polnischer Fußballspieler und -trainer
- 10. März: Irene S., Sängerin, Schauspielerin und Kabarettistin
- 11. März: Alexander Hold, Allgäuer Richter
- 12. März: Andreas Köpke, deutscher Fußballspieler
- 15. März: Markus Merk, deutscher Fußballschiedsrichter
- 15. März: Terence Trent D’Arby, US-amerikanischer Sänger
- 18. März: Tina Bara, deutsche Fotografin und DDR Oppositionelle
- 20. März: Christoph Lauenstein, deutscher Filmemacher
- 20. März: Wolfgang Lauenstein, deutscher Filmemacher
- 20. März: Stephen Sommers, US-amerikanischer Filmproduzent, Drehbuchautor und Regisseur
- 21. März: Narumi Kakinouchi, Mangaka
- 21. März: Matthew Broderick, Theater- und Filmschauspieler
- 22. März: Juan Aguilera, spanischer Tennisspieler
- 23. März: Steven Redgrave, britischer Ruderer
- 23. März: Günther Paal, österreichischer Kabarettist
- 26. März: Falko Götz, Fußballspieler und Trainer
- 26. März: John Stockton, US-amerikanischer Basketballspieler
- 27. März: Christoph Langen, deutscher Bobfahrer
- 27. März: Kevin J. Anderson, US-amerikanischer Sciencefiction-Schriftsteller
- 28. März: Jure Franko, ehemaliger slowenischer Skirennläufer
- 31. März: Olli Rehn, finnischer Politiker und EU-Erweiterungskommissar
- 1. April: Stefanie Tücking, deutsche Fernseh- und Radiomoderatorin
- 2. April: Billy Dean, US-amerikanischer Country-Musiker
- 3. April: Werner Rusche, ehemaliger Fußballspieler
- 3. April: Mike Ness, Gitarrist, Sänger und Frontmann der Band Social Distortion
- 3. April: James E. Davis, US-amerikanischer Politiker († 2003)
- 5. April: Kirsan Nikolajewitsch Iljumschinow, Präsident der autonomen Republik Kalmückien in der russischen Föderation
- 7. April: Kristina Bach, deutsche Schlagersängerin, Texterin und Produzentin
- 7. April: Andrew Hampsten, US-amerikanischer Profi-Radrennfahrer
- 10. April: Wolfgang Edenharder, deutscher Sänger
- 11. April: Franz Heinzer, Schweizer Skirennläufer
- 12. April: Sepp Daxenberger, deutscher Politiker
- 13. April: Mathias Hönerbach, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 13. April: Hillel Slovak, US-amerikanischer Musiker († 1988)
- 15. April: Wallace Schreiber, deutsch-kanadischer Eishockeyspieler
- 15. April: Nawal El Moutawakel, marokkanische Leichtathletin
- 16. April: Ian MacKaye, US-amerikanischer Musiker und Labelgründer
- 17. April: Georg Böhm (Tischtennis), deutscher Tischtennisspieler
- 19. April: Dorian Yates, Großbritanniens erfolgreichster Bodybuilder
- 24. April: Clemens Binninger, deutscher Politiker, MdB
- 24. April: Stuart Pearce, ehemaliger englischer Fußballspieler
- 28. April: Susanne Klatten, deutsche Milliardärin und Anteilseignerin an BMW und Altana
- 29. April: Dieter Hegen, Eishockeyspieler und -trainer
- 30. April: Alexander Osang, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1. Mai: Owen Paul, britischer Sänger
- 1. Mai: Maia Morgenstern, rumänische Schauspielerin
- 1. Mai: Debi Diamond, US-amerikanisches Fotomodell und Pornodarstellerin
- 2. Mai: Andreas Steppuhn, deutscher Politiker
- 2. Mai: Jimmy White, englischer Snookerspieler
- 2. Mai: Ty Herndon, US-amerikanischer Country-Sänger
- 4. Mai: Christoph Sonntag, deutscher Kabarettist
- 5. Mai: Stefan Wenzel, deutscher Politiker
- 6. Mai: Mario Kummer, deutscher Radsportler
- 6. Mai: Norbert Heisterkamp, deutscher Schauspieler
- 7. Mai: Monika Martin, österreichische Sängerin der volkstümlichen Musik
- 10. Mai: John Ngugi, ehemaliger kenianischer Leichtathlet
- 10. Mai: David Fincher, US-amerikanischer Regisseur, Filmproduzent und Schauspieler
- 12. Mai: Emilio Estevez, Filmschauspieler
- 14. Mai: Thomas Bubendorfer, österreichischer Extrembergsteiger und Autor
- 17. Mai: Thomas Rachel, deutscher Bundestagsabgeordneter
- 18. Mai: Sandra Cretu, deutsche Pop-Sängerin
- 18. Mai: John Chabot, kanadischer Eishockeyspieler, jetzt -trainer
- 19. Mai: Klaus Dieter Pfeffer, deutscher Mediziner, Immunologe und Molekularbiologe
- 19. Mai: Ulrich Borowka, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 20. Mai: Christiane Vera Felscherinow, Berühmte Deutsche Drogenabhängige
- 20. Mai: Cha Peau, Zauberkünstler
- 21. Mai: Uwe Rahn, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 21. Mai: Jürgen Gallmann, Geschäftsführer Microsoft Deutschland
- 25. Mai: Egyd Gstättner, österreichischer Publizist und Schriftsteller
- 26. Mai: Bobcat Goldthwait, US-amerikanischer Komiker
- 31. Mai: Sebastian Koch, deutscher Schauspieler
- 2. Juni: Sibylle Berg, deutsche Schriftstellerin
- 3. Juni: Dagmar Neubauer, deutsche Leichtathletin
- 4. Juni: Christof Rasche, deutscher Politiker
- 6. Juni: Carol Cady, US-amerikanische Leichtathletin
- 8. Juni: Thomas Jefferson (Sportler), US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- 9. Juni: Günther Schäfer, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 10. Juni: Pascal von Wroblewsky, deutsche Jazz-Sängerin und Schauspielerin
- 10. Juni: Petra Hinz, deutsche Politikerin
- 10. Juni: Ralf Schumann, deutscher Sportschütze
- 10. Juni: Brigitte Oertli, Schweizer Skirennläuferin
- 12. Juni: Juan Atkins, Techno Musiker und Produzent
- 13. Juni: Ally Sheedy, US-amerikanische Schauspielerin
- 17. Juni: Lio, französisch-belgische Sängerin und Schauspielerin
- 17. Juni: Frank Baranowski, Oberbürgermeister von Gelsenkirchen
- 19. Juni: Paula Abdul, Choreograph
- 21. Juni: Wiktor Robertowitsch Zoi, russischer Rocksänger († 1990)
- 21. Juni: Pipilotti Rist, Videokünstlerin
- 22. Juni: Campino, Sänger der deutschen Punkband „Die Toten Hosen“
- 22. Juni: Clyde Drexler, US-amerikanischer Basketballspieler
- 24. Juni: Christine Neubauer, deutsche Schauspielerin
- 26. Juni: Uwe Raab, deutscher Radsportler
- 26. Juni: Hubert Strolz, österreichischer Skirennläufer
- 27. Juni: Tony Leung Chiu Wai, chinesischer Schauspieler
- 29. Juni: Rainer Oliver Wimmer, österreichischer Künstler
- 30. Juni: Martin Dörmann, deutscher Politiker und MdB
- 2. Juli: Monika Hohlmeier, deutsche Politikerin
- 3. Juli: Brigitte Lösch, deutsche Politikerin und MdL
- 3. Juli: Tom Cruise, US-amerikanischer Schauspieler und Produzent
- 4. Juli: Claudia Zaczkiewicz, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 4. Juli: Pam Shriver, ehemalige US-amerikanische Tennisspielerin
- 6. Juli: Manfred Wilde, Historiker
- 6. Juli: Ingrid Thurnher, in Österreich sehr Nachrichtensprecherin
- 8. Juli: Johan Gielis, belgischer Ingenieur, Wissenschaftler, Mathematiker und Unternehmer
- 10. Juli: Masashi Tanaka, japanischer Mangaka
- 11. Juli: Manuela Mager, deutsche Eiskunstläuferin
- 11. Juli: Hans-Marcus Elwert, deutscher Fernschachgrossmeister
- 13. Juli: Margret Almer, österreichische Jodlerin und Sängerin volkstümlicher Musik
- 13. Juli: Robert Feldhoff, Science-Fiction-Autor
- 14. Juli: Kerstin Lorenz, deutsche Politikerin († 2005)
- 15. Juli: Jens Bullerjahn, deutscher Politiker
- 16. Juli: Gabi Bauer, deutsche TV-Moderatorin
- 16. Juli: Uwe Hohn, deutscher Leichtathlet
- 16. Juli: Natalja Lissowskaja, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 20. Juli: Christoph Palmer, deutscher Politiker
- 24. Juli: Andreas Meurer, deutscher Musiker (Die Toten Hosen)
- 27. Juli: Udo Wolf, deutscher Politiker
- 28. Juli: Torsten Gütschow, deutscher Fußballspieler
- 29. Juli: Carl Cox, britischer Dic-Jockey
- 29. Juli: Frank Neubarth, deutscher Fußballspieler und -trainer
- 31. Juli: Wesley Snipes, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. August: Mini Bydlinski, österreichischer Kabarettist und Schauspieler
- 4. August: Wolf Lotter, österreichischer Journalist und Autor
- 5. August: Patrick Ewing, US-amerikanischer Basketballspieler
- 6. August: Michelle Yeoh, Schauspielerin
- 7. August: Sabine Hark, deutsche Soziologin
- 7. August: Thomas Frick, deutscher Regisseur und Drehbuchautor
- 9. August: Søren Hyldgaard, dänischer Komponist von Filmmusik
- 10. August: Thomas Brunner, ehemaliger deutscher Fußballspieler und Trainer
- 14. August: Hans Plüschke, den DDR-deutschen Grenzsoldaten erschossen
- 15. August: Gregor Amann, deutscher Politiker
- 17. August: Kajo Wasserhövel, Büroleiter von Franz Müntefering, Bundesgeschäftsführer der SPD
- 18. August: Ralf Haber, deutscher Leichtathlet
- 18. August: Sandra Farmer-Patrick, US-amerikanische Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 20. August: James Marsters, US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
- 21. August: Jeff Stryker, US-amerikanischer Darsteller in Pornofilmen
- 25. August: Alexander Graf, deutscher Schachspieler usbekischer Herkunft
- 25. August: Michael Zorc, Fußballspieler
- 25. August: Taslima Nasrin, Schriftstellerin
- 25. August: Billy Ray Cyrus, US-amerikanischer Country-Sänger
- 26. August: Tariq Ramadan, ägyptischstämmiger frankophoner Schweizer Wissenschaftler
- 26. August: Joachim Zelter, deutscher Schriftsteller
- 26. August: Ólafur Jóhann Ólafsson, Schriftsteller
- 27. August: Adam Oates, ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler
- 29. August: Jutta Kleinschmidt, deutsche Rallye-Fahrerin
- 29. August: Rebecca De Mornay, US-amerikanische Schauspielerin
- 1. September: Ruud Gullit, niederländischer Fußballspieler und Fußballtrainer
- 5. September: Jutta Dümpe-Krüger, deutsche Politikerin und MdB
- 5. September: Peter Wingfield, walisischer Schauspieler
- 6. September: Holger Fach, Fußballspieler und Trainer
- 8. September: Thomas Kretschmann, deutscher Schauspieler
- 8. September: Sergio Casal, ehemaliger spanischer Tennisspieler
- 15. September: Elisabeth Winkelmeier-Becker, deutsche Politikerin
- 15. September: Rebecca Miller, US-amerikanische Regisseurin, Schauspielerin, Bildhauerin und Malerin
- 16. September: Armin Medosch, österreichischer Journalist und Medienkünstler
- 16. September: Jayne Brook, US-amerikanische Schauspielerin
- 18. September: Najma Akhtar, britische Jazz-Sängerin
- 18. September: John Fashanu, englischer Fußballer, Fernsehmoderator
- 21. September: Bettina Röhl, deutsche Journalistin
- 21. September: Rob Morrow, US-amerikanscher Schauspieler
- 24. September: Karel Glastra van Loon, niederländischer Schriftsteller und Journalist († 2005)
- 26. September: Bernhard Sterz, Oberbürgermeister der Stadt Burg bei Magdeburg
- 26. September: Gregory Crewdson, US-amerikanischer Fotograf
- 27. September: Jens Koeppen, deutscher Politiker und MdB
- 28. September: Grant Fuhr, ehem. kanadischer Eishockeytorhüter
- 28. September: Luis Enrique Mejía López, Nicaraguanischer Sänger und Komponist
- 30. September: Frank Rijkaard, ehemaliger niederländischer Fußballspieler
- 3. Oktober: Christoph Markschies, deutscher Theologe
- 5. Oktober: Richard Dübell, deutscher Autor und Grafiker
- 7. Oktober: Tommy Steiner, deutscher Schlagersänger und Schauspieler
- 8. Oktober: Jörg Vaihinger, deutscher Leichtathlet
- 8. Oktober: Klaus Hubert Auer, österreichischer Politiker
- 9. Oktober: Durs Grünbein, deutscher Lyriker, Essayist und Übersetzer
- 11. Oktober: Joan Cusack, US-amerikanische Schauspielerin
- 12. Oktober: Branko Crvenkovski, Präsident Mazedoniens
- 13. Oktober: Jerry Rice, US-amerikanischer Footballspieler
- 14. Oktober: Michael Althen, deutscher Filmkritiker
- 14. Oktober: Jaan Ehlvest, estnischer Schachspieler
- 16. Oktober: Tamara McKinney, US-amerikanische Skirennläuferin
- 16. Oktober: Michael Balzary, US-amerikanischer Bassist
- 18. Oktober: Min Ko Naing, birmanischer Freiheitskämpfer
- 19. Oktober: Evander Holyfield, US-amerikanischer Profiboxer
- 26. Oktober: Cary Elwes, US-amerikanischer Schauspieler
- 28. Oktober: Tino Günther, Politiker
- 30. Oktober: Stefan Kuntz, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1. November: Ulf Timmermann, ehemaliger deutscher Leichtathlet
- 1. November: Magne Furuholmen, Musiker der Popband a-ha und bildender Künstler
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